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Norbert von Hannenheim – Die Suche nach dem siebenbürgischen Komponisten und seinem Werk
Ergänzungen und Korrekturen des 2007 erschienenen Buchs
(Details)
von
Herbert Henck
Wie es mit einiger Regelmäßigkeit bei Veröffentlichungen geschieht, fand ich auch bei diesem Buch im Nachhinein neue Quellen oder kleinere Irrtümer. Sie beeinträch- tigen zwar das Gesamtbild
nicht, stören indes aber die Lektüre, wenn nicht gar weitere Forschungen. Da aber keine Publikation mehr leisten kann, als das zu einer bestimmten Zeit Bekannte festzuhalten, bietet sich das Internet an,
Ergänzungen oder für notwendig erachtete Korrekturen unmittelbar an die Leserschaft weiterzureichen. Es kommt an dieser Stelle jedoch fast nur Sachliches zur Sprache, und ästhetische Korrekturen wer-
den in einer zweiten Auflage sichtbar werden oder nicht. Alle Ergänzungen wurden nach Erscheinen des Buches vorgenommen (1. Referenzexemplar am 19.4.2007).
Literatur
S. 13, etwa Mitte der Seite, rechter Zeilenrand: „beispielsweise“ ersetzen durch „vergleichsweise“
S. 17, Fußnote 16: Der Tenor Karlfritz Eitel wurde in der Rheinischen Musik- und Theater-Zeitung als Schüler der berühmten Kammersängerin Lula Mysz-Gmeiner bezeichnet, der für das Jahr 1927/28 als Erster Heldentenor an die Städtische Oper in Essen an der Ruhr engagiert wurde (vgl. 28. Jg., Nr. 33/34, 24. September 1927,
S. 291, linke Spalte).
S. 20, erste Zeile: korrigiere „hätte“ zu „hätten“
S. 58, Fußnote 146: „Musikerköpfe“ nicht kursiv (offenbar nicht als Titel gemeint)
S. 69–76 (I) Abschnitt Das Zweite Klavierkonzert in Wien beim 10. Musikfest der IGNM:
Im Oktober 2009 konnte mit Hilfe des Online-Findbuchs im Musikarchiv der Akade-
mie der Künste in Berlin und hier im „Eduard-Erdmann-Archiv“ (Nr. 374, Klassifikati- onsgruppe 3.1: Personenkorrespondenz, „Eingegangene Postkarten“) eine Postkarte nachgewiesen werden,
die am 19. Juni 1932 unmittelbar im Anschluss an das vorste- hend genannte Konzert geschrieben worden war. (Für die freundliche Vermittlung einer Fotokopie danke ich Dr. Heribert Henrich, Berlin.)
Verfasst wurde die an Prof. Eduard Erdmann in Langballigau gerichtete handschrift- liche Postkarte, deren Schriften mit den Schreibern wechseln und die den Wiener Post-
stempel des 20. Juni 1932 zeigt, vermutlich von Else Thalheimer (1898–1987), die sich als erste unterzeichnete. Dann folgen, zum Teil mit kurzen Grüßen und Gratulationen versehen, die Unterschriften von Heinrich Jalowetz, Else C. Kraus („die weibliche
Klavierpranke“), Joachim Stutschewsky sowie von Norbert von Hannenheim. Der vor- ausgehende Text gibt mit wenigen Worten dem Bedauern Ausdruck, dass Erdmann, dessen Ständchen op. 16 für kleines Orchester mit auf dem Programm stand und
ebenfalls von Heinrich Jalowetz dirigiert wurde, nicht hatte anwesend sein können. Die Postkarte ist einbezogen in die Webseiten über Else Thalheimer und ist dort auf
der ersten Webseite an der durch Anm. [111] belegten Stelle zu finden.
S. 69–76 (II) Abschnitt Das Zweite Klavierkonzert in Wien beim 10. Musikfest der IGNM:
Norbert von Hannenheims Klavierkonzert Nr. 2, dessen Uraufführung in Wien am
19. Juni 1932 erklang, sollte wahrscheinlich auch in die Reihe der Nürnberger „Kam- merkonzerte zeitgenössischer Musik“ einbezogen werden. Dies geht aus einem mit
„H. N.“ signierten Artikel im Prager Tagblatt vom 1. Oktober 1932 hervor (biblio- grafische Details unter Literatur: siehe hier). In dieser Vorschau des
Programms hieß es nämlich: „In den Nürnberger Kammerkonzerten zeitgenössischer Musik gelangen heuer zur Uraufführung […]. An Erstaufführungen sind vorgesehen: […] Norbert von Han-
nenheims zweites Konzert für Klavier und Orchester.“ Drei Wochen später wurden die Informationen hinsichtlich des Programms in ver-
kürzter Form auch in der Kölner Deutschen Musik-Zeitung vom 22. Oktober 1932 mitgeteilt (siehe hier), wobei als eingeplantes Werk erneut ein Klavierkonzert von Han-
nenheims, diesmal aber ohne Nummerierung genannt war. – Die in Aussicht gestellte Aufführung, die somit zumindest doppelt belegbar ist, scheint freilich nicht zustande gekommen zu sein, denn
es ließen sich weder ein gedrucktes Programm noch eine Be- sprechung des Konzerts finden. Der Name von Hannenheims wurde daher möglicher- weise nur in der Ankündigung verwendet. Über die Gründe,
warum das Klavierkonzert ausfiel, gaben die Quellen keine Auskunft. Die Gestaltung der Nürnberger „Kammerkonzerte zeitgenössischer Musik“ oblag damals Adalbert
Kalix (1897–1956), der am 15. Februar 1897 in N(y)itra in Ungarn (heute Slowakei) geboren wurde und nach dem Krieg an der Stuttgarter Musikhoch- schule als Leiter der „Abteilung für
darstellende Kunst“ tätig war. Er starb in Stuttgart am 15. August 1956 (Einwohnermeldekartei, C 21/IX Nr. 619), und eine Todesanzei- ge sowie ein Nachruf wurden in der Stuttgarter Zeitung Nr. 190 vom 17. August 1956 veröffentlicht. Dem Lebenslauf seiner Dissertation zufolge (s. u.) leitete A. Kalix die Nürnberger „Kammerkonzerte zeitgenössischer Musik“ seit ihrer Gründung im Jahre 1930. Christof Neidiger, Stadtarchiv Nürnberg, teilte mir
dagegen mit, dass diese Konzerte „erstmals im Oktober 1931“ stattfanden (E-Mail vom 11. Juni 2008). Dabei stützte sich Neidigers Datierung auf den Fränkischen Kurier vom 2. Oktober 1931
(S. 4, unten), wo sich unter dem Titel Kammerkonzerte zeitgenössischer Musik ein ankündigender Artikel des Komponisten und Musikkritikers Wilhelm Matthes (1889 bis
1973) befand. (Der Fränkische Kurier war damals die am weitesten verbreitete Tageszeitung im Raum Nürnberg.) Matthes habe dann im Rahmen des Konzerts einen Vortrag gehalten. Das erste Konzert sei aber bereits erfolgt gewesen, als im Fränki-
schen Kurier vom 22. Oktober 1931, S. 3, unter dem Titel Probleme zeitgenössi- scher Musik ein Artikel über Wilhelm Matthes’ Vortrag erschien. (Herrn Christof Neidiger vom Stadtarchiv Nürnberg sei vielmals gedankt für seine zahlreichen und sorgfältigen Auskünfte, die in diesen und den folgenden Absatz eingingen.)
Im Jahr darauf fand am 25. Oktober 1932 im Großen Saal des Kulturvereins ein Konzert mit Werken fränkischer Komponisten statt [zu denen von Hannenheim sicher nicht
zählte, denn er war nicht in Franken geboren und hatte hier nie gewohnt]. Am Tag zuvor hielt der Musikkritiker des Fränkischen Kurier und Mitveranstalter der Kam-
merkonzert-Reihe Wilhelm Matthes (s. o.) im Hotel „Deutscher Hof“ einen Vortrag über die „musikalische Kultur in Franken“ (Fränkischer Kurier vom 17. Oktober 1932, S. 8; 23. Oktober 1932, S. 3; 24. Okt. 1932, S. 8; 26. Oktober 1932, S. 4: Bericht über den Matthes-Vortrag; 27. Oktober 1932, S. 3: Konzertbericht von Wil-
helm Matthes). Bei dem Konzert am 25. Oktober 1932 wurde aber kein Werk von Hannenheims aufgeführt, und Eugen Kalix wirkte auch in der Veranstaltung nicht mit.
Adalbert Kalix’ Dissertation trug den Titel Studien über die Wiedergabe roman- tischer Musik in der Gegenwart an Schallplatten-Aufnahmen der Freischütz-
Ouverture C[arl] M[aria] v[on] Webers, Nürnberg: Osterchrist, 1934, 70 S., [1] Bl., Erlangen, Universität, Diss., 16. Januar 1935 (Staatsbibliothek Berlin,
Signatur: 1 in: Ah 8476-1935,3). Die mündliche Prüfung dieser Promotion fand am 11.–12. Januar 1933 statt, die Urkunde zum Doktor der Philosophie datierte auf den
16. Januar 1935. Von Kalix ist in seiner Dissertation auch ein Lebenslauf wiedergegeben, aus dem unter anderem hervorgeht, dass er auch in Erlangen bei dem nachmals
berühmten Dr. Eugen Herrigel Philosophie studierte und seit 1933 Kapellmeister am Nürnberger Opernhaus war. (Nach freundlichen Auskünften am 22. September 2010 von Herrn Dr. Clemens Wachter, Universitätsarchivar der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg, der mir auch eine Kopie von Adalbert Kalix’ Lebenslauf zur Verfügung stellte.) Die Konzerte fanden nach der Machtergreifung Hitlers auch weiterhin unregelmäßig statt; anlässlich der 10-Jahresfeier am 21. Oktober 1941 erhielt Adalbert Kalix für seine Verdienste vom Musikbeauftragten der Stadt Nürnberg, Stadtrat Dr. [Robert] Plank, eine Geschenkkassette überreicht (F 2 Nr. 47, S. 602). Kalix meldete sich am 29. Juli 1943 von Nürnberg nach Bach (Kreis Ehingen) in Württemberg ab, und wahrscheinlich endete spätestens mit diesem Umzug auch die Kammerkonzert-Reihe. (Freundliche In-
formationen von Christof Neidiger, Stadtarchiv Nürnberg, s. o.) Der Pianist Eugen Kalix, geboren am 27. Dezember 1898 in N(y)itra in
Ungarn [heute Slowakei], gestorben im September 1950 in Maracaibo [deutsch: „Neu-Nürn- berg“ (Venezuela)], führte mehrfach moderne Werke unter dem Dirigat seines um ein Jahr älteren Bruders
Adalbert auf. Eugen Kalix, über den auch Max Brod schrieb (M. B. [Max Brod], Konzert Franz Langer – Eugen Kalix, in: Prager Tagblatt,
56. Jg., Nr. 67, Prag, 19. März 1931, S. 5, Sp. [3] unter der Überschrift Konzerte), wurde unter anderen als Interpret von der „Deutschen Akademie in Prag“ für die
am 1. Oktober 1932 angekündigten Kammerkonzerte im Prager Tagblatt bezeichnet (s. o.). Diese Akademie wurde 1920 als „Deutsche Akademie für Musik und darstel-
lende Kunst in Prag“ gegründet; der Komponist Fidelio F. Finke (1891–1968) gehörte seit 1920 als Lehrer für Musiktheorie und Komposition dem Kollegium an, wurde 1926 zum Professor berufen und war ab 1927 (bis 1945) Rektor der Akademie. –
Da Else C. Kraus, welche von Hannenheims Klavierkonzert Nr. 2 bereits als Urauf- führung gespielt hatte, nicht erwähnt wurde, ist es nicht unwahrscheinlich, dass Eugen Kalix die
Solopartie in diesem Konzert übernehmen sollte.
S. 85, Fußnote 250, Zeile 5 von oben; in die Klammer nach 167 einfügen: „168,“
S. 91, Revision im Kapitel über die Werkanmeldungen von Hannenheims: Zu ersetzen ist der gesamte erste Absatz der Seite („Keine abschließende Klarheit” bis
einschließ- lich „Unternummern tragen.“) durch nachstehend Eingerücktes. Der Text von Fußnote 271 bleibt unverändert (abgesehen von folgender Korrektur) und ist hier nicht noch-
mals wiedergegeben.
Im Hinblick auf die neun, hier in einer kleinen Tabelle zusammengefassten Doppelnummern wie K 2.14 oder K 6.12 (HWa 8 bzw. HWa 29), lassen sich folgende,
einstweilen noch unverbindliche Überlegungen anstellen:271
1.) K 2.14 (HWa 8)
2.) K 6.12 (HWa 29)
3.) K 6.14 (HWa 30)
4.) K 7.14 (HWa 37)
5.) K 7.34 (HWa 38) 6.) K 7.35 (HWa 39) 7.) K 7.36 (HWa 40) 8.) K 7.37 (HWa 41) 9.) K 10.13 (HWa 56)
Löst man die blaue Vierergruppe mit den Doppelnummern K 7.34 bis K 7.37 aus vorstehender Tabelle heraus, da ihr Zustandekommen eine eigene Erklärung fand (auf S. 91 in
Anm. 271), so bleibt eine rote und weniger systematisch aufgebaute Fünfergruppe übrig. An dieser fällt jedoch auf, dass hinter der Num- mer des Bogens und dem Trennungspunkt nur die Nummern 12,
13 oder 14 auftreten. Das wegen seines sperrigen Formats wohl zumeist handschriftlich vom Komponisten ausgefüllte Formular könnte daher aus 12 vorgedruckten und nummerierten Zeilen bestanden haben,
wobei prinzipiell jede Zeile für ein eigenes Werk diente und zur Angabe von Einzelheiten wohl zusätzlich unterteilt war. Zwar wären auch 11 auszufüllende Zeilen denkbar, doch ist die 12 wegen ihrer
guten Teilbarkeit und Proportionierbarkeit auf dem Papier als Obergrenze wahr- scheinlicher als eine Primzahl.
Nun könnte ein Komponist, der eine größere Menge seiner Werke anmelden wollte,
bei Ausfüllung des Bogens das Bedürfnis gehabt haben, auch nach den 12 vorgedruckten Zeilen fortzufahren und noch nicht erfasste Werke anzufügen. Die Gründe hierfür könnten sein, dass manche seiner
Angaben entweder zu groß oder zu umständlich ausgefallen waren, dass seine Schrift stellenweise schwer leserlich war, Fehler unterliefen und Korrekturen erfolgten, etwas versehentlich verdoppelt
oder missverständlich formuliert war, so dass eine Streichung und Neufassung erforderlich wurde, und anderes mehr. All dieses könnte die Zählung der Werke auf dem Bogen bereits beeinträchtigt haben
und zu Um-Nummerie- rungen geführt haben. Blieben dann aber nur ein oder zwei Werke übrig, so mag der Komponist, um nicht einen weiteren Anmeldebogen zu gebrauchen (oder weil er keinen leeren Bogen
mehr finden konnte), die vorgedruckte Zählung fortgesetzt und auf freiem Raum die verbliebenen Werke angefügt haben, auf die sich die Bogen-Verweise fortan bezogen.
Dieses Vorgehen würde
beispielsweise erklären, warum es keine Karteikarten mit den Anmeldebogen-Nummern von K 10.1 bis K 10.12, sondern nur ein K 10.13 gibt, denn die Nummern 1 bis 12 waren infolge des
Vordrucks klar leserlich, und ihre Zuordnung war problemlos zu bewerkstelligen. Im Fall von K 6.12 könnte ein früherer Eintrag mit derselben Nummer, warum auch immer, gestrichen und neu
ausgeführt worden sein, sofern die Anmeldebogen nicht nur über 11 – anstelle von 12 – nummerierten Zeilen verfügten; erhalten haben sich die Werkanmeldungen HWa 53,
54, 55 und 56 mit K 10, und diese vier Werke könnten auf einem eigenen Bogen angemeldet worden sein. Die Doppelnummer scheint, trotz des Vorliegens von nur wenigen Karteikarten mit einer
solchen, jedenfalls erst dann herangezogen worden zu sein, sobald der Komponist beab- sichtigte, mehr als 11 oder 12 Werke auf einem einzigen Bogen anzumelden.
Die Einführung eines neuen
Bogens in kleinerem Format, die etwa zwischen K 15 und No. 16 stattfand (vgl. den letzten auf S. 90 beginnenden Absatz), zeigt jedoch, dass man gelegentlich Mühe hatte, die Zuordnung
von Karteikarte und Anmeldebogen ohne Zeitverlust herzustellen, so dass man die Mängel der alten Bogen schließlich in einem neu gestalteten Formular behob und für jedes Werk einen eigenen Bogen
vorschrieb.
Zwar erscheint das genannte Verfahren theoretisch weitgehend stimmig zu sein, doch kann erst das Vorliegen eines originalen großen Anmeldebogens letzte Klarheit über seine Anlage
erbringen. Zu berücksichtigen ist auch, dass selbst bei richtigen Annahmen hinsichtlich der Doppelnummern mehrere Karteikarten verloren gegangen sein müssten, wobei nun aber die Doppelnummern
gerade dazu dienen könnten, bestehende Lücken kenntlich zu machen und heute fehlende Karteikarten anzuzeigen. Um hierbei zunächst die Extreme zu bezeich- nen: Auf den Bogen K 10 sind neben der
Doppelnummer nur 3 weitere Kartei- karten bezogen: hier würden also maximal die 9 Karteikarten zwischen 3 und 13 fehlen; während auf den Bogen K 2 nicht weniger als 11 Karteikarten und eine
Doppelnummer verweisen, wodurch theoretisch 1 Karteikarte fehlen würde. K 6 und K 7 liegen mit 4 bzw. 6 verweisenden Karteikarten zwischen diesen Extremen, was bedeutet, dass 8 bzw. 6
Karteikarten fehlen. Weitere Kartei- karten könnten verloren gegangen sein, deren Doppelnummerierung oberhalb des höchsten erhaltenen Verweises steht. Beispielsweise ist bei K 6 der höchste
erhaltene Verweis K 6.14; ging nun aber eine Karteikarte verloren, die auf den Meldebogeneintrag K 6.15 verwiesen hätte, so kann diese Nummer, da weder die Karteikarte noch der Anmeldebogen
selbst vorliegen, nicht mehr in Erschei- nung treten.
S. 91, Fußnote 271: Keine Unterstreichung bei HWa 39, 40 und 41
S. 93, oben: Keine Unterstreichung von „84“
S. 97, unter der Überschrift Die sechs verlegten Werke: fehlendes Komma im zweiten Satz hinter
„erscheinen“
S. 123, Fußnote 293 [zum Preis der Hertzka-Stiftung]: Vgl. ferner die unsignierte Meldung Kunst und Künstler in: Deutsche Musik-Zeitung (Rheinische Musik- und Theater-Zeitung), hg. von Gerhard Tischer, 34. Jg., Nr. 9, Köln: Tischer & Jagen-
berg, Juni 1933, S. 78, linke Spalte (letzter Absatz)
S. 173, Fußnote 487: Fehlendes „ist“ in der Danksagung
S. 184, Fußnote 532, erste Zeile: Todestag nicht 12., sondern 9. Dezember 1982
S. 198, Zeile 9 von oben, streiche das „zudem“; ersetze in Zeile 11 das „auch“ durch „selbst“.
S. 199 in dem von Fußnote 580 belegten Zitat muss es im letzten Satz richtig heißen: „erschütternder Abschied“
S. 212: In beiden eingerückten Zitaten (D. Acker bzw. P. Gradenwitz) muss es richtig heißen: „autographe“ (nicht autografe)
S. 218 (Tabelle, 15. November 1929, Zeile 5) mittlere Spalte: „Berlin“ fett, am Ende desselben Eintrags hinter „Fischer“ keine schließende Klammer. – Eine Erweiterung der
Informationen über den Berliner Pianisten Heinz Fischer ist in einem in Vorbereitung befindlichen Aufsatz geplant, der nach seiner Fertigstellung hier als Internet-Publikation verlinkt wird.
S. 226 unter dem 17.3.1934: vgl. im Hermann-Heiß-Supplement den Eintrag über das Programm hier
S. 226, Korrektur auf S. 226, Mitte der vierten Tabellenzeile von unten: Lies richtig „Dauthendey“
S. 229 unter dem 29.8.1936: Das Telegramm an Sacher wurde aus Bremen-Horn ver- sandt, der Brief aus Oberneuland bei Bremen (beide nicht aus Berlin)
S. 235: Die Informationen über Ellen und Margot Epstein wurden auf drei zusammen- hängenden Webseiten vielfach erweitert und mancherorts aktualisiert. Die Adresse lau- tet: http://www.herbert-henck.de/Internettexte/Epstein_I/epstein_i.html
S. 236: „Rock und Brückner“ umstellen zu „Brückner und Rock“
S. 236: Bisset, Jacqueline mit „e“ am Ende
S. 237, Fußnote 654, Zeile 2: hier tilgen: „[Geburtsort fälschlich ,Breslau‘]“
S. 238, Zeile 5 von oben: tilgen „(vgl. S. 238)“
S. 241, in dem mit Raster hinterlegten Eintrag unter dem 29. Januar 1931. Hier muss es am Ende richtig heißen: „27. Januar 1931“
S. 251–252 jeweils am Ende der bibliografischen Einträge muss das Datum des Kon- zerts, auf das sich die Quelle bezieht, richtig 16. Okt. 1936 (nicht 19. Okt. 1936) hei-
ßen. Dies gilt sowohl für Einträge unter 1936 wie für 1937.
S. 263 unter „2002“, Seitenangabe bei Drew, David ... , S. 41–44
S. 263, vorletzter Eintrag mit dem Aufsatz Hermann Heiß und Norbert von Hannen- heim (2002): Zu ergänzen ist der Hinweis auf eine überarbeitete Form des Aufsatzes als Kapitel 4 des Heiß-Buches (Deinstedt 2009, S. 146–174)
S. 264, vorletzte Quelle: Fehlender Kursivsatz von Aufsatzttitel und Zeitschriftenname
S. 267: Bisset, Jacqueline (wie oben)
S. 271, Index, rechte Spalte: unter „Hannenheim, Norbert von“ einfügen: „Streichquar- tett Nr. 6 227“ sowie der Nachtrag unter 1935 auf vorliegender Webseite
S. 272, Index, rechte Spalte: unter „Hesse, Hermann” kein Verweis auf Seite 176
*
Erst nachträglich ließ sich in Erfahrung bringen, dass Norbert von Hannenheim im Jahre 1920 in seinem Geburtsort Hermannstadt für kurze Zeit eine literarische Zeitschrift mit dem Titel Frühling. Blätter für Menschlichkeit leitete, in der zeitgenössische Prosa-
texte und Gedichte jüngerer Autoren veröffentlicht wurden. Die ersten drei der insge- samt nur vier, sämtlich aus dem Jahre 1920 stammenden Ausgaben der Zeitschrift weisen im Impressum den
Komponisten folgendermaßen aus: „Die verantwortliche Leitung besorgt Norbert von Hannenheim, Hermannstadt, Heltauergasse 5“. Weitere bibliografische Details: siehe unten.
In dieser Zeitschrift, die mir Dr. Florian Kimm, Nußloch, im März 2009 zugänglich machte, sind zwar keine Texte oder Kompositionen Norbert von Hannenheims enthal- ten, jedoch Beiträge von seinem
Bruder Wilhelm von Hannenheim (1885–1948). Mit der vierten und wohl letzten Ausgabe der Zeitschrift (Dezember 1920) ging die Leitung an Norbert von Hannenheims Bruder Stefan [Stephan] von
Hannenheim (1882–1944) über. Die Tätigkeit des Komponisten dürfte sich damit auf redaktionelle Arbeiten be-
schränkt haben, die denen eines Schriftleiters oder Herausgebers gleichkamen. Besitz- nachweise der Zeitschrift sind hier zu finden. Neben anderen Gründen, die in dem weiter unten genannten Aufsatz von Bianca Bican angeführt werden, könnte für den Wechsel in der Herausgeberschaft auch Norbert von Hannenheims Aufenthalt in Graz eine Rolle gespielt haben, denn er schreibt in einer biografischen Notiz: „1916–1920: Militär= (Front=) Dienst in der k. u. k. und k. rumänischen Armee“ und daran anschlie-
ßend „1920/21: Aufenthalt in Graz“. In Graz besuchte er die Handelsakademie und legte hier Anfang Juli 1921 sein Abitur ab (vgl. das eingangs zitierte Buch des Verfas-
sers, S. 125 und 216).
Ein Bezugspunkt zwischen der Zeitschrift und von Hannenheims musikalischem Schaf- fen stellt möglicherweise – mehr lässt sich nicht sagen – die Verbindung von Franz Xa- ver Kappus und
Rainer Maria Rilke dar, denn Rilke hatte einst an Kappus seine zehn, von 1929 bis zum heutigen Tag immer wieder neu aufgelegten Briefe an einen jungen Dichter in den Jahren zwischen 1902 und 1908 gerichtet, während die häufige Verto-
nung von Rilke-Texten im Liedschaffen des Komponisten auffällt: für vierzig Lieder (in Zyklen sind die Einzellieder gezählt) wählte er nämlich Gedichte von Rainer Maria Rilke als Vorlage, so dass man
wohl sagen darf, Norbert von Hannenheim habe diesen Dich- ter vor allen anderen bevorzugt.
Der Frühling nutzte für das Periodikum den Namen des in Hermannstadt ansässigen „Frühling-Verlages“, in welchem auch zumindest ein Werk von Wilhelm von Hannen- heim erschienen ist: Kristian und die Sterne (Hermannstadt: Frühling-Verlag, 1920). Da die gesamte Tätigkeit des Verlages aber in das Jahr 1920 fällt, ist natürlich ebenso vorstellbar, dass sich der Verlagsnamen umgekehrt von dem Titel der Zeitschrift ablei-
tete. Die Fragen, wie der Verleger hieß und wie das Verlagsprogramm insgesamt aus- sah, ließen sich gegenwärtig nicht beantworten. Da sich freilich keine weiteren Titel nachweisen lassen und
drei von-Hannenheim-Brüder an der Zeitschrift mitwirkten, mag es sich mehr um eine Art privater Initiative als um ein Unternehmen gehandelt ha- ben, das den geschäftlichen Erfolg suchte.
Auf die Zeitschrift Frühling wurde ich durch eine Internetrecherche und eine Bespre- chung vom August 1921 aufmerksam (siehe unten). Bei der Identifizierung der Quelle war
mir Jutta Geißler-Howe von der Bibliothek des Deutschen Literaturarchivs in Mar- bach behilflich, die mir zugleich auch die Rezension zugänglich machte. Die siebzehn Autoren, die zum Teil mit
mehreren Beiträgen in den Heften erscheinen, sind in alpha- betischer Folge: Otto Alscher (1880–1944), Michael Barner (1881–1961), Karl Bern- hard [Pseudonym von Bernhard Capesius] (1889 bis 1981), Helene Burmaz, Oskar [auch Oscar] Walter Cisek (1897–1966), L. Csaky, Felix Frey, Egon Hajek (1888 bis 1963), Wilhelm von Hannenheim, Friedrich Jekel, Ernest Jekelius (1886–1958), Franz Xaver Kappus (1883–1966), Hermann Klöß (1880–1948), Hermann Kon- nerth, Oskar Kraemer (1885–1970), Ernst Reisner und Heinrich Zintz.
Für die literaturgeschichtliche Einordnung und diverse andere Aspekte des Frühling ist in erster Linie der folgende Aufsatz zu nennen: Bianca Bican (Klausenburg/Cluj), Die Zeitschrift
„Frühling“ (1920) im regionalen und lokalen publizistischen Kontext. Eine Standortbestimmung (bibliografische Details: siehe unten). In dieser sehr kennt-
nisreichen Untersuchung ist zwar von Hannenheim als „Musiker moderner Stilrichtun- gen, der aber literarische Texte […] vertonte“ nur etwas beiläufig erwähnt (S. 174), doch umso deutlicher
sind die Bezüge zu anderen Zeitschriften, mit denen der Frühling damals auch konkurrierte, herausgearbeitet. Auch sind einzelne Autoren des Frühling eingehender behandelt. Da der Verfasserin ebenfalls nur vier Ausgaben der Zeitschrift aus dem Bestand des Brukenthal-Museums in Hermannstadt (Sibiu) vorlagen, wird die
Annahme erhärtet, dass es sich bei diesen vier Heften um alles Erschienene handelt.
Literatur
Die Literaturangaben (S. 239–265) lassen sich um die folgenden, chronologisch und alphabetisch geordnete Quellen ergänzen:
1920
von Hannenheim, Norbert (verantw. Leiter), Frühling. Blätter für Menschlichkeit, Hefte 1–3, Hermannstadt: Frühling-Verlag, April, Juni, August
1920, Im vierten Heft (Dezember 1920) ging die Leitung der Zeitschrift an Norbert von Hannenheims Bruder Stefan [Stephan] von Hannenheim über. Die Hefte sind fortlaufend paginiert und umfassen
insgesamt 102 gezählte Seiten (weitere Details: siehe oben)
1921
Cisek, Oskar Walter (Bukarest), Ostdeutscher Brief aus Rumänien [in der Rubrik Echo des Auslands], in: Das literarische Echo. Halbmonatsschrift für Literatur-
freunde, 23. Jg., Heft 22, Stuttgart u. Berlin: Deutsche Verlags-Anstalt, 15. August 1921, Sp. 1393 ff.; hier Sp. 1394 zu Stephan, Wilhelm u. Norbert von Hannenheim
in der Besprechung der Hefte 1–3 der Zeitschrift Frühling (siehe unter 1920 sowie oben)
1927
Das 1927 veröffentlichte Buch von Egon Hajek über die Musik in Siebenbürgen ist inzwischen als kostenloser Download auf einer ungarischen Webseite verfügbar.
1929
7. Juni 1929: Müller, Erich H[ermann] (Hg.), Deutsches Musiker-Lexikon, Dresden: Wilhelm Limpert-Verlag, 1929 (Vorrede datiert: „Dresden-A. 10, am 7. Juni 1929“);
hier der Artikel Hann von Hannenheim, Norbert, Sp. 494–495
5. Dezember 1929: Preußner, Eberhard (Berlin), Musikpolitische Zeitschau [unter der Überschrift DTZ-Berichte], in: Deutsche
Tonkünstler-Zeitung. Offizielles Blatt des „Reichsverbandes Deutscher Tonkünstler und Musiklehrer e. V.“, Haupt- schriftleiter: Arnold Ebel (Berlin), 27. Jg., Nr. 512, Mainz:
Verlagsanstalt Deutscher Tonkünstler A.-G., Heft 23, 5. Dezember 1929, S. 735–736; hier die Besprechung des Konzertes vom 15. November 1929 („Brüdervereinshaus“, Roter Saal, Konzert des
„Vereins ehemaliger Hochschüler der staatlichen akademischen Hochschule für Musik in Berlin“) auf S. 736: Uraufführung der Sonate für Klavier Nr. 13 sowie Aufführung der Suite für Klavier Nr. 5 von Norbert von Hannenheim durch den Pianisten Heinz Fischer. (Dank gebührt Herrn Tobias Breier, Universität Heidelberg, der zur Auffindung des genannten Aufsatzes entscheidend beigetragen hat.)
1930
Pringsheim, Heinz, [Besprechung eines Orchesterkonzerts der „Meisterschule für musikalische Komposition von Arnold Schönberg“], in: Allgemeine Musikzeitung, 1930, S. 621,
rechte Spalte zum Konzert am 20.5.1930; Aufführung der Dritten Sinfonie Norbert von Hannenheims
1931
Brust, Fritz [unter der Überschrift:] Aus dem Berliner Musikleben, in: Allgemeine Musikzeitung, 58. Jg., 1931, Nr. 23?, S. 519, linke Sp.; zum Konzert der „Meister-
schule von Arnold Schönberg“ in der Preußischen Akademie am 2.6.1931
1932
20. Februar 1932: Schliepe, Ernst, Berliner Musikbrief, in: Deutsche Musik-Zeitung (Rheinische Musik- und Theater-Zeitung), hg. von Gerhard Tischer, 33., Jg., Nr. 4,
Köln: Tischer & Jagenberg, 20. Februar 1932, S. 27–28; hier S. 27, rechte Sp. (zum Konzert am 27.1.1932); Online-Ausgabe
22. Juni 1932: Steinhard, Erich, Abschluß des Wiener Musikfestes, in: Prager Tag-
blatt, 57. Jg., Nr. 147, Prag, 22. Juni 1932, S. 5, Sp. [3]
1. Oktober 1932: H. N. (Signatur), Konzerte, in: Prager Tagblatt,
57. Jg., Nr. 232, Prag, den 1. Oktober 1932, S. 5, Sp. [3]
22. Oktober 1932: Novitäten aus dem Konzertsaal, in: Deutsche
Musik-Zeitung (Rheinische Musik- und Theater-Zeitung), hg. von Gerhard Tischer, 33. Jg., Nr. 18, Köln: Tischer & Jagenberg, 22. Oktober 1932, S. 161, linke Sp.
1933
11. März 1933: Schliepe, Ernst, Berliner Musikbrief, in: Deutsche Musik-Zeitung (Rheinische Musik- und Theater-Zeitung), hg. von Gerhard Tischer, 34. Jg., Nr. 5,
Köln: Tischer & Jagenberg, 11. März 1933, S. 35, linke Sp.; hier zu von Hannenheims Konzert für Orchester, geleitet von Eugen Jochum, am 6.1.1933 in der Berliner
Singakademie); Online-Ausgabe
1935
27. April 1935: Aus dem Konzertsaal [unsignierte Meldung], in: Deutsche Musik- Zeitung (Rheinische Musik- und Theater-Zeitung), hg. von Gerhard Tischer, 36. Jg.,
Nr. 4, Köln: Tischer & Jagenberg, 27. April 1935, S. 31, linke Sp. (Online-Ausgabe): „Das Bruinier-Quartett setzte sich im Berliner Reichssender für das sechste Streich-
quartett von Norbert von Hannenheim erfolgreich ein.“ (Kursives original gesperrt.)
1936
Frank, Paul und Altmann, Wilhelm, Kurzgefaßtes Tonkünstler-Lexikon, 14., stark erweiterte Auflage, Regensburg: Gustav Bosse Verlag, 1936, [Artikel] Hann v[on] Hannenheim, Norbert,
S. 227, rechte Spalte; unveränderter Nachdruck als 15. Auf- lage in Wilhelmshaven: Heinrichshofen’s Verlag, 1971
1937
17. Juni 1937: [anonym], Völkerbund der Musik in Paris. Das Fest der I.G.N.M. vom 20.–30. Juni [1937], in: Pariser Tageszeitung, 2. Jg., Nr. 370, Paris, den 17.
Juni 1937, S. 3, Sp. [4]–[5]; hier Sp. 4 zu von Hannenheim („Schönberg-Adept des Dritten Reichs“)
30. Juni 1937: Kastner, Rudolf, Internationales Musikfest
1937: I. Geistliche Musik – Szymanowsky und Honegger – Kammer-Konzerte, in: Pariser Tageszei- tung, 2. Jg., Nr. 383, Paris, Mittwoch, 30. Juni 1937, S. 4, Sp. [3]–[5]
August/September 1937: [Eintrag] „Hannenheim, Norbert von. Drittes Volksmusik- Divertimento, f[ür] Blechbläser. 1937. Part[itur] 10 S[eiten] M[ark] 1; k[om]pl[et]t M[ark] 1,20;
Dupl[ikations]-St[immen] M[ark] 0,30 bzw. M 0,20. Braunschweig, Litolff.“, in: Hofmeisters Musikalisch-literarischer Monatsbericht, 109. Jg., Nr. 8/9, Leipzig: Verlag von
Friedrich Hofmeister, August/September 1937, S. 170, rechte Spalte
1949
Moser, Hans Joachim, Kleine deutsche Musikgeschichte, Stuttgart: J. G. Cotta’sche Buchhandlung Nachfolger, „8.–12. Tausend (Durchgesehene und erweiterte
Auflage)“, Copyright 1949; hier S. 322 u. a. zu von Hannenheim (Orgelsonate), doch nicht iden- tisch mit der Erstausgabe des Buches von 1938.
1957
Stuckenschmidt, H[ans] H[einz], Arnold Schönberg, Zweite erweiterte Auflage, Zü- rich und Freiburg i. Br.: Atlantis Verlag, 1957 [erste Auflage 1951]; hier S. 97 („eine
große Begabung, aber unstete Persönlichkeit“)
1959
[Artikel] Hannenheim, Norbert von, in: Riemann Musiklexikon, 12. Aufl., hg. von Wilibald Gurlitt, Personenteil A–K, Mainz: B. Schott’s Söhne, 1959, S. 730
Heiss, Hermann, Zufall und Gestaltung – Material und Qualität, in der Zeitschrift Melos (Mainz: B. Schott’s Söhne, 1959), S. 216–223; zu Norbert von Hannenheim vgl. S. 218, linke Spalte: „Ich darf hier einfügen, daß ich in den ausgehenden dreißiger Jahren ähnliche Probleme mit dem Schönbergschüler Norbert v. Hannenheim disku-
tierte, daß ich 1949 einen Versuch machte, Tonreihen und Zeitwertreihen miteinander zu komponieren. Ich verwarf jedoch diesen Versuch.“ (Freundlicher Hinweis von
Dr. Carl Ehrig-Eggert, Mainz, Mitte Juni 2011.)
1965
K[ecskeméti], I[stván], Hannenheim, Norbert, in: Szabolcsi, Bence / Tóth Aladár, Zenei lexikon [Musiklexikon]. Átdolgozott új kiadás [Umbearbeitete neue Ausgabe].
Fõszerkesztõ [Chefredakteur]: Dr. Bartha, Dénes, szerkesztõ [Schriftleiter]: Tóth, Margit, Bd. II, Budapest: Zenemûkiadó Vállalat, 1965, S. 131
Der sich anschließende Text lautet: osztrák zsz., *1898 Nagyszeben. Graener (Lipcse), Jemnitz (Bp.) és Schönberg (Berlin) növendéke. MÛVEI: szimf. kompozí-
ciók (köztük egy Fantázia vonószenekarra), zgverseny, org.-szonáta, kamaraze- ne, kórusmûvek, dalok stb. [Übersetzung (mit Auflösung der Abkürzungen): öster- reichischer Komponist, *1898
Hermannstadt. Schüler von Graener (Leipzig), Jemnitz (Budapest) und Schönberg (Berlin). WERKE: sinfonische Kompositionen (darunter eine Fantasie für Streichorchester), Klavierkonzert, Orgelsonate,
Kammermusik, Chor- werke, Lieder usw.] (Hinweise u. Übersetzung: Prof. Dr. László, Ferenc, 1937–2010, Klausenburg [Cluj], Rumänien; siehe auch unter 1973, 1997 u. 2007 [zwei Verweise])
1971
Aichelburg, Wolf, „Ein vergessener Komponist?“ – Norbert von Hannenheim’s einziges übriggebliebenes Werk in Hermannstadt erstaufgeführt, in: Siebenbürgi-
sche Zeitung, Nr. 16, vom 15. Oktober 1971 (Hinweis: Dirk Lukas Kisch, Bergisch Gladbach)
1972
[Artikel] Hannenheim, Norbert Wolfgang Stephan, in: Riemann Musiklexikon, 12. Aufl., Ergänzungsband, Personenteil, hg. von Carl Dahlhaus, Mainz: B. Schott’s
Söhne, 1972, S. 488
1973
[ergänzen bzw. berichtigen:] László, Ferenc, „Ha élne …“ [„Wenn er leben würde …“ (ungarisch)], in: A Hét,
4. Jg., Nr. 21, Bukarest, 25. Mai 1973, S. 8. Gekürzte deutsche, nicht autorisierte Fassung als Der unbekannte Tondichter. „A Hét“ über den siebenbürgischen Komponisten Norbert von
Hannenheim, in: Woche, Nr. 288, 29. Juni 1973. Wie- derabdruck in dem Sammelband László, Ferenc, Zenei ügyelet. Publicisztikai írások 1970–1974 [Musikalischer Dienst. Publizistische Schriften 1970–1974], Bukarest:
Kriterion, 1976, S. 45–47. (Freundlicher Hinweis des Verfassers.)
1974
Schmid, Erich, Ein Jahr bei Arnold Schönberg in Berlin, in: Melos. Zeitschrift für neue Musik, hg. von Hans Oesch, 41. Jg., Heft 4, Mainz: B. Schott’s Söhne, 1974,
S. 190–203, zu von Hannenheim passim; mit Faksimile des Konzertprogramms vom 2. Juni 1931 (u. a. Uraufführung des Konzerts für Klavier und 7 Holzbläser mit Else C. Kraus
als Solistin). Auf dem Programm zahlreiche handschriftliche Eintragungen mit Grüßen an Schönberg, dabei hinter von Hannenheims Namen der Einschub: „grüsst, musste aber schon schlafen gehen“.
Stuckenschmidt, H[ans] H[einz], Schönberg. Leben, Umwelt, Werk, [3., erweiterte Auflage] Zürich und Freiburg i. B.: Atlantis, 1974, S. 302, 303, 318, 494, 497
1980
Smith, Joan Allen, Schoenberg’s Way, in: Perspectives of New Music [Gesprächs- auszüge], Vol. 18, No. 1/2, New York, NY: Fall/Winter 1979–Spring/Summer 1980, S. 258–285; hier zu von Hannenheim S. 269 und 271, Gespräche mit Erich Schmid und Alfred Keller (u. a.), Tonaufnahmen von März 1972 bis Juli 1974
1992
Schönberg, Arnold, Stil und Gedanke, hg. von Ivan Vojtech, Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch Verlag (Katalognr. 3616), 5.–6. Tausend, September 1995 (zu-
erst September 1992); hier im Aufsatz Der Segen der Sauce (S. 204–208), S. 207. Laut der Anmerkung auf S. 240 wurde der Aufsatz 1948 auf Englisch verfasst und ist in dieser Form zuerst abgedruckt in dem Buch Style and Idea als The
Blessing of the Dressing (New York: Philosophical Library, 1950; London: Williams & Norgate, 1951). Norbert von Hannenheim ist hier in einer Aufzählung von Schülern Schönbergs genannt, die Komponisten wurden.
1997
László, Ferenc, Das elfte Gebot und der siebenbürgisch-sächsische Komponist, in: Siebenbürgen und das Banat, Sankt Augustin: Academia Verlag, (1997), S. 197 bis 206
1999
Frisch, Walter (Hg.), Schoenberg and His World (Bard Music Festival), Princeton, NJ: Princeton University Press, 1999, S. 92 (Hinweis: Dr. Florian Kimm)
2006
Floros, Constantin, Neue Ohren für neue Musik. Streifzüge durch die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts, Mainz: Schott (ED 9966), April 2006, S. 105
2007
Bican, Bianca, Die Zeitschrift „Frühling“ (1920) im regionalen und lokalen publizistischen Kontext. Eine Standortbestimmung, in: Mira Miladinović
Zalaznik, Peter Motzan und Stefan Sienerth (Hg.), Benachrichtigen und vermitteln. Deutsch- sprachige Presse und Literatur in Ostmittel- und Südosteuropa im 19. und 20. Jahrhundert, München: IKGS Verlag, 2007, Veröffentlichungen
des Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians- Universität München (IKGS), Wissenschaftliche Reihe (Literatur- und Sprach- geschichte), hg. von Edgar Hösch, Thomas Krefeld und Anton Schwob, Bd. 110,
S. 163–181. Zu Norbert von Hannenheim vgl. S. 170–171 u. 174, zu seinen Brüdern Wilhelm und Stephan (Stefan) passim
László, Ferenc [Francisc], Leverkühn şi Hannenheim, in: Tribuna,
Serie noua [Neue Serie], 6. Jg., Nr. 127, Klausenburg [Cluj-Napoca], 16.–31. Dezember 2007, S. 32
László, Ferenc [Francisc], Sibianul Norbert von Hannenheim,
singurul discipol al lui Schönberg din România [Der Hermannstädter Norbert von Hannenheim, der ein- zige Schönberg-Schüler aus Rumänien], in: MUZICA. Revistă editată de Uniunea
Compozitorilor şi Muzicologilor din România, Serie nouă. Anul XVIII, Nr. 4 (72), Bucureşti, octombrie-decembrie 2007, S. 153–156
2008
Henck, Herbert, Walter Schrenk. Ein Musikkritiker der zwanziger Jahre und sein Grabmal von Theodor Brün, zweiteilige Internet-Publikation, vollständiger Text: Teil 1, Teil 2; hier besonders in Teil 1 (nach Anm. 19) zu Wilhelm Orendt,
der Walter Schrenk 1926 in Berlin besuchte, um ihn auf Werke von Hannenheims hinzuweisen; Eingabe ins Internet: Juli 2008
2009
Henck, Herbert, Hermann Heiß. Nachträge einer Biografie, Deinstedt: Kompost- Verlag, 2009, passim. Hierzu Korrekturen und Ergänzungen zur ersten Auflage
des Buches
2010
Henck, Herbert, Else Thalheimer. Ein Lebensweg von Köln nach Tel Aviv, drei zu- sammengehörige
Webseiten (Internet-Publikation); hier zu von Hannenheim in Teil I, Kapitel 3, zwischen dem ersten und zweiten Sternchen
Erste Eingabe ins Internet: 5. Juli 2007 Letzte Änderung: Donnerstag, 5. Januar 2012
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