|
Vom Monochord zur vierten Dimension
Johann Ludwig Frickers irdische und himmlische Musik
von
Herbert Henck
Erstveröffentlichung in: Neue Zeitschrift für Musik, Redaktionsleitung Rolf W. Stoll, 162. Jg., Heft 1 (»Magie der
Zahl«), Mainz: Schott Musik International, Januar/Februar 2001 [erschienen am 15. Januar 2001], S. 48–51. Der Text wurde nochmals durchgesehen und, wo nötig, korrigiert oder ergänzt. – Eingabe ins Internet mit freundlicher Genehmigung des
Verlages Schott Musik International.
Abgesehen von Gläubigen, die noch immer die erbaulichen Schriften dieses »Schwa- benvaters« schätzen, ist Johann Ludwig Fricker (1729–1766) heute wohl nur einem kleinen Kreis von Spezialisten
bekannt, vor allem Forschern, die sich aus den unter- schiedlichsten Gründen mit dem württembergischen Pietismus des 18. Jahrhunderts und seinen Hauptvertretern Johann Albrecht Bengel
(1687–1752) und Friedrich Christoph Oetinger (1702–1782) befassen.[1] Obgleich dieser süddeutsche Pietismus den zeit-
genössischen Ideen der Aufklärung oft völlig zuwiderlief, ist sein Einfluss auf das geis- tige Leben Deutschlands unstreitig, und nicht nur bei Goethe und Schiller lassen sich seine Spuren
finden, sondern ebenso bei Hölderlin, Mörike, Schelling und Hegel,[2]
ja selbst noch bei Marx und Engels, um nur die berühmtesten Namen zu nennen.
Die Musikwissenschaft indes hat Frickers Schriften meines Wissens bisher so gut wie gar nicht zur Kenntnis genommen, obwohl seit längerem auf die Quellen verwiesen wird und bereits Beträchtliches an
philologischer Vorarbeit geleistet wurde. In jüngerer Zeit ist besonders Reinhard Breymayers 1977 erschienene Studie Zu Friedrich Christoph Oetingers emblematischer Musiktheorie. Oetingers
wiedergefundene Schrift »Die Eulerische und Frickerische Philosophie ueber die Music«, Mit einem Ausblick auf Friedrich Hölderlin hervorzuheben, in der unter anderem der gesamte im Unter-
titel genannte Druck von 1767 textkritisch ediert wurde.[3] Gerade Frickers Ausein-
andersetzung mit Leonhard Euler (1707–1783) und dessen Tentamen novae theoriae musicae (1739) sollte auch den Musikhistoriker interessieren, zumal Fricker Euler 1753 persönlich
kennengelernt hatte und drei Briefe Frickers an Euler aus den Jahren 1753–1755 erhalten sind.[4] Frickers musikalische Affektenlehre und seine wieder-
holte Berufung auf Johann Mattheson (1681–1764) bieten weitere Ansatzpunkte, das Netz geistiger Verflechtungen zu entwirren, Frickers Leistung zu charakterisieren und das bekannte Geschichtsbild zu
vervollständigen.
Allerdings lässt sich das »Übersehen« Frickers durch mehrere Umstände erklären, teil- weise zumindest. So erschienen seine musiktheoretischen Arbeiten sämtlich verstreut als Einschübe in
den theosophischen Werken seines väterlichen Lehrers, Freundes und Förderers Oetinger, beginnend mit der noch lateinisch verfassten Brevissima theoriae musicae analysis im Anhang von Oetingers Inquisitio in sensum communem et ra-
tionem (zuerst 1752) und endend mit einem Kapitel in desselben Die Metaphysic in Connexion mit der Chemie (1770), einem Buch, das auch Mozart besaß.[5] Erst
1789 wurden zwei kleinere Aufsätze in der Musikalischen Real-Zeitung unter dem Namen Frickers veröffentlicht,[6] die aber, da sie sich auf kabbalistische
Spekulationen einließen, seinem Ruf als Theoretiker eher abträglich waren. Dass Friedrich Hölderlin sehr wahrscheinlich aus ihnen die Wendung von den »Dissonanzen der Welt« für das Ende seines Hyperion (Teil 2, Tübingen 1799) aufgriff, ist andererseits ein ehrenvoller Nachklang beonderer Art.[7]
 |
Auch blieben mehrere Abhandlungen Frickers, der gegen Ende seines Lebens (er starb 37jährig) noch ein Buch über Musiktheorie geplant hatte, ungedruckt. Einige die-
ser Manuskripte befinden sich heute in der Bibliothek des Evangelischen Stifts in Tübin- gen, in jener ruhmreichen Schule also, an der auch Fricker einst Theologie studiert hatte
und durch Bengels Reden und Ausstrahlung »erweckt« worden war.[8]
Schließlich machen es Frickers vielseitige Interessen dem Musikforscher schwer, zu- mal stets Fragen des Glaubens im Hintergrund seiner verzweigten wissenschaftlichen
Neigungen stehen, seien sie nun philosophischer, astronomischer oder physikalischer Natur. Besondere Beachtung verdient hierbei seine Zusammenarbeit mit dem Kunst-
schreiner Johann Georg Neßtfell (1694–1762), dessen Planetenmaschinen bis an den kaiserlichen Hof in Wien gelangten,[9] und jene mit dem »Elektrotheologen« Prokop
DiviÅ¡ (1698–1765), der unabhängig von Benjamin Franklin einen Blitzableiter erfand, ein erstes elektrisches Musikinstrument baute (den »Denis d'or«) und als einer der ers-
ten die Elektrizität zu medizinischen Kuren heranzog.[10]
An dieser Stelle Frickers verschlungenen Gedankenwegen auch nur halbwegs gerecht zu werden, ist unmöglich, und so beschränke ich mich auf eine kurze Darstellung seines
musiktheoretischen Ansatzes, soweit er mir selbst verständlich wurde. Gleichviel durch- ziehen die hier ausgebreiteten Ideen fast alle wissenschaftlichen Schriften Frickers (die
von seinen theologischen und poetischen zu trennen sind). Wesentliche Elemente seiner Theorie lagen bereits 1751 fest; Fricker war damals 22 Jahre alt.
[Eingehend sind die mathematischen Verfahren Frickers in dem am Ende dieses Beitra- ges erwähnten Aufsatz beschrieben, der 2005 in dem Sammelband Mathesis, Natur
-philosophie und Arkanwissenschaft im Umkreis Friedrich Christoph Oetingers (1702–1782) erschienen ist (Details).]
Die irdische Musik
Fricker geht von den Verhältniszahlen der Intervalle aus, wie sie sich an einem Mono- chord abnehmen lassen (die Saitenlängen verhalten sich umgekehrt proportional zu den
hörbaren Schwingungen). Dabei bemerkt er, dass sich sämtliche Verhältnisse auf die ersten drei Primzahlen 2, 3 und 5 zurückführen lassen und diese somit die eigentliche
Grundlage der Musik bilden. Alle Primzahlen, die 5 überschreiten, gelten ihm ein- schließlich der aus ihnen ableitbaren Verhältnisse als »gänzlich zur Musik in der uns
bekannten Natur unbrauchbar«.[11]
Siehe: Tabelle der Intervalle nach Fricker
Bei der Suche nach einer einschränkenden Regel für die Multiplikation der Primzah- len 2, 3 und 5, ohne die sich eine übergroße Anzahl von Verhältniswerten oder Tönen
in der Oktave ergäbe, beobachtet Fricker, dass die 5 überhaupt nicht potenziert wird, die 3 nur bis zur zweiten (32 = 9), die 2 aber bis zur sechsten Potenz (26 = 64) erho- ben wird. Damit haben die Werte 26, 32 und 51 begrenzende Funktion und folgen einer
Gesetzmäßigkeit, die Fricker als »Erhöhungs-Schranken-Regul«[12] bezeichnet. Sie
besagt, »dass eine kleinere Primzahl nicht weiter, aber auch nicht weniger erhöht wer- den dürfe als bis ihre Erhöhung das Produkt aller Potenzen, zu welchen die ihr nach-
folgenden größeren Primzahlen schon erhöht worden sind, übersteig[t].«[13]
Will man etwa bestimmen, wie hoch 2 potenziert werden darf, bildet man zunächst das Produkt aller nachfolgenden potenzierten Primzahlen (der erste Faktor wäre 32 = 9,
der zweite 51 = 5, ihr Produkt ist 9 × 5 = 45). Nun hat man 2 so hoch zu potenzieren, dass 45 überschritten wird: 25 = 32, was noch ein zu kleiner Wert ist; doch 26 = 64 überschreitet als nächst höhere Potenz 45 und ist damit der gesuchte Grenzwert.
Die Erhöhungsschranken-Regel limitiert zugleich die Anzahl der in einer Oktave be- findlichen Töne. Fricker demonstriert dies an dem Produkt von 5 × 32 × 26 = 2880 mit Hilfe eines systematischen Ausklammerungs- und Kürzungsverfahrens,[14] durch
das zunächst alle auf 5 folgenden Primzahlen und deren Vielfaches eliminiert werden. Am Ende bleiben nur die in der Tabelle angezeigten 15 Proportionen übrig, deren
Werte sämtlich zwischen 1 und 1/2 liegen. (Zum leichteren Vergleich wurden hier – nicht bei Fricker – in einer eigenen Spalte ganz rechts die Brüche als Dezimalwerte
vermerkt, die entsprechend zwischen 1,0 und 0,5 liegen.) Da für den »praktischen Gebrauch« von den 15 Intervallen noch drei auf Grund ihrer schlechten gehörmäßigen
Unterscheidbarkeit wegfallen, hat die irdische Musik nicht mehr als 12 Töne.[15]
Frickers nächster Schritt zeigt ihn an einem jener Punkte, da seine Beobachtungen den Boden rationaler musiktheoretischer Analyse verlassen und in ein metaphysisch-speku-
latives Konzept münden, auch wenn dieser Übergang zunächst als folgerichtige Erwei- terung des zuvor beschriebenen mathematischen Ansatzes wirkt. Fricker schreibt:
»Nehmen wir nun die folgende Primzahl 7 zur verborgenen Wurzel der ganzen Music an, die biß 0, das ist, biß dahin, da sie nicht mehr, als 1 gilt, erhöhet ist, und lassen die
Unität selber ins unendliche erhöhet seyn, dadurch die doch nicht gröser wird; so haben wir alsdenn einen völligen Begrif von dem Grund der Music in diesen Zahlen: 1∞, 26,
32, 51, 70.«[16] Da die neuen Rahmenwerte 1∞ = 1 und 70 = 1 die Berechnungen nicht stören, bleibt die Erhöhungsschranken-Regel weiterhin gültig.
Die himmlische Musik
In der himmlischen Musik, die eine Stufe höher als die irdische angenommen wird und die nur den »Himmelsbürgern« wie Geistern und Engeln, den Menschen nur in seltenen
Ausnahmen wahrnehmbar ist, erweitern sich die Grenzen der Intervalle durch das Hin- zutreten der Primzahl 11, die anstelle der 7 die neue »verborgene, allen Begrif weit
übersteigende, gleichsam überhimmlische Wurzel« wird. Unter Anwendung der Erhö- hungsschranken-Regel erzeugt sie die neue Folge 1∞, 216, 35, 52, 71, 110.[17] Die
Anzahl von Tönen pro Oktave erhöht sich hierdurch auf 165, von denen »aber wieder einige Töne auf gleiche art, als in der irdischen Music, [...] wegfallen«, so dass nur 157 Töne übrig bleiben.[18] Die Einzelheiten des Verfahrens, das bereits bei der Ermittlung
der irdischen 12 Töne aufwändig ist, hält Fricker nur in Umrissen fest, doch geht die Berechnung analog von der »Zerfällung« des Produktes von 1∞ × 216 × 35 × 52 × 71 × 110 = 1 × 65536 × 243 × 25 × 7 × 1 aus. Aus den Quotienten werden sämtliche mög-
lichen Verhältnisse gebildet, von denen dann alle jene ausgeschieden werden, die nicht zwischen 1 und 1/2 liegen. Übrig bleiben »über 160 Verhältnisse [...], die in dem Raum
der Oktav enthalten sind«.[19]
Ganz wie Josef Matthias Hauer im zwanzigsten Jahrhundert 479.001.600 (= 12! [12 Fakultät]) mögliche Zwölftonreihen errechnet, errechnet Fricker für die irdischen
15 Töne 1.307.674.368.000 [über 1,3 Billionen] Möglichkeiten der Veränderung,[20]
nimmt von der genauen Bestimmung der himmlischen Möglichkeiten jedoch Abstand, da diese »eine unbegreifliche Summe« ergeben würde, »denn das wäre das Produkt
aller Zahlen von 2–157 ineinander multipliziert.«[21]
Eine sich aus der musikalischen Zahlenanalyse ableitende Affektenlehre[22] ordnet
den Primzahlen gleichermaßen in der irdischen wie der himmlischen Musik bestimmte Eigenschaften zu:[23]

Schließlich bindet Fricker all dies in ein Konzept der vierten Dimension (»Intensum«) ein, welches er aus dem Paulus zugeschriebenen Epheser-Brief (Eph. 3, 18) ablei- tet.[24] Erst in dieser neuen Dimension werden bestimmte biblische Aussagen erklär- lich und wird auch die himmlische Musik hörbar. Eine andere daraus sich ergebende
Spekulation lautet etwa: »Es ist daher wahrscheinlich, daß unser ganzes Planeten-Sys- tem im Unsichtbaren, wo alles in der 4ten Dimension des Intensi stehet, eine gantz an-
dere Lage und Gestalt, als bey uns habe. Man sollte vermuthen, die gantze Sphäre wäre getheilt, und rückwarts [sic] mit der Spitze zusammen gestellt, so daß eine grosse
Klufft zwischen denen im obern seligen und denen im untern unseligen Theil befestiget ist, und daß jede Seele durch die neue Geburt jetzo schon ihren Situm [Stellung] auf jene Welt stracks ändere.«[25]
Im 19. Jahrhundert berief sich besonders der Leipziger Pionier der Astrophysik Karl Friedrich Zöllner (1834–1882) in dem heftigen Streit um seine spiritistischen Experi-
mente auf Frickers Spekulationen,[26] und der Begriff »vierte Dimension« wurde so
populär, dass ihn Georg Büchmann damals unter Verweis auf Zöllner, Oetinger und Fricker in seine Geflügelten Worte aufnahm und als Bedeutung angab: »(Die) vierte
Dimension, worunter wir jetzt gewöhnlich blühenden Unsinn verstehen, [usw.].«[27]
Gleichwohl wird Zöllners Vorstellung eines »statischen, positiv gekrümmten Raumes«, des »Zöllnerkosmos«, heute als »frühes Beispiel der Einbeziehung nicht-euklidischer
Geometrien in physikalische Betrachtungen« gewertet.[28]

Friedrich Christoph Oetinger (1702–1782)
Bei allen seinen mathematischen Überlegungen ist nicht zu übersehen, dass Fricker keineswegs mit neutralem, leblosem Zahlenmaterial operierte, sondern dass die Zahlen
für ihn, wie für andere seiner Zeit, »Kräfte« mit bestimmten Eigenschaften verkörperten. In der Musik trat vorrangig nicht ein physikalisches, sondern ein psychisches Gesche-
hen zu Tage, das sich mit Hilfe der Zahlen besser verstehen und teilweise auch syste- matisch beschreiben ließ. Den Grundlagen der Musik nachzuspüren, bedeutete, die
Seele, den Menschen, die Schöpfung zu erforschen. Zahlenmäßige Übereinstimmungen, Parallelen und Analogien ließen den Schluss auf Zusammenhänge und das Wirken iden-
tischer Kräfte zu. Fricker vergisst selten, auf diesen Umstand am Rande hinzuweisen. [29] Es geht ihm nicht um die Fiktion einer unabhängigen, wertfreien Wissenschaft im
heutigen Sinne, und nicht die untersuchte Sache steht für ihn letztlich im Mittelpunkt, sondern die glaubensstärkende, beweiskräftige Erforschung, Freilegung und Erkenntnis
des göttlichen Willens. Nicht die Heilige Schrift, das Wort Gottes, hat sich zu recht- fertigen, sondern die Wissenschaft.
Anmerkungen
1 J. L. Fricker, geb. 14. Juni 1729 in Stuttgart, gest. am 13. September 1766 in Dettingen unter Urach. Zur Einführung (Biographie, Werkauswahl) ist immer noch
empfehlenswert: Karl Chr[istia]n Eb[e]rh[ard] Ehmann, Johann Ludwig Fricker, ein Lebensbild aus der Kirchengeschichte des 18. Jahrhunderts, Tübingen 1864. –
Ein Portrait von Fricker ist bisher nicht bekannt geworden. Zurück zum Text
2 Vgl. etwa Robert Schneider, Schellings und Hegels schwäbische Geistesahnen, Würzburg-Aumühle 1938, S. 47f. (u. a. zu Frickers Vorwegnahme von Ideen in
Hegels Habilitationsschrift). Zurück zum Text
3 Blätter für württembergische Kirchengeschichte [im Folgenden als BWKG ab- gekürzt], 76. Jg. (1976), Stuttgart [1977], S. 130–175; Literatur zu Fricker besonders
in Anm. 2, S. 157–160. – Nebenbei sei bemerkt, dass ich im Verlauf der letzten fünf- undzwanzig Jahre von Reinhard Breymayer immer wieder unschätzbare Anregungen
und Hinweise auf Quellen des württembergischen Pietismus erhalten habe, die zum Teil auch in die vorliegende Arbeit eingeflossen sind. Zurück zum Text
4 Vgl. R. Breymayer, a. a. O., S. 158. Die drei lateinisch verfassten Briefe behandeln vorrangig Fragen der Elektrizität, der erste beschreibt jedoch auch das von Prokop
DiviÅ¡ erfundene elektrische Musikinstrument, den »Denis d'or« [Denydor]. Die Briefe sind abgedruckt bei J. Smolka, DiviÅ¡ova korespondence s L. Eulerem a Petroh- radskou Akademià VÆd, in: SbornÃk pro d
Æjiny prÃrodnÃch vÆd a techniky, 8. Jg., Praha [Prag] 1963, S. 141–142, 147 und 149. Zurück zum Text
5 Vgl. R. Breymayer, in: Ulrich Konrad und Martin Staehelin, allzeit ein buch. Die Bibliothek Wolfgang Amadeus Mozarts, Weinheim 1991, Nr. 31, S. 73–75 (hierzu
S. 14–15). Zurück zum Text
6 Vgl. H. Henck, Kabbalistische Musiktheorie. Zwei unbekannte musiktheoreti- sche Abhandlungen von Johann Ludwig Fricker, in: BWKG, 76. Jg. (1976), Stutt-
gart [1977], S. 176–183. Zurück zum Text
7 R. Breymayer, a. a. O., S. 175: Ein Fricker-Zitat in Hölderlins »Hyperion«. Zurück zum Text
8 Vgl. [Walther] Ludwig, Neue Handschriften von Joh. Ludwig Fricker, in: BWKG, 56. Jg., Stuttgart 1956, S. 168–171. Der Aufsatz nimmt fünf Manuskripte
der Tübinger Stiftsbibliothek auf, allerdings in moderner Orthographie und nicht ganz zuverlässiger Abschrift. Ludwig ist auch Verfasser des Artikels über Fricker in der Neuen deutschen Biographie, Bd. 5, Berlin 1961, S. 434f. – Für die vorliegende
Arbeit, die zeichengetreu zitiert, standen photographische Wiedergaben der Original- manuskripte zur Verfügung. Zurück zum Text
9 Vgl. H. Henck, Planetenmaschinen. Eine Bestandsaufnahme der Schriften zu vier fränkischen Planetenmaschinen des 18. Jahrhunderts aus dem Kreis um
Johann Georg Neßtfell unter besonderer Berücksichtigung der Beiträge von Johann Ludwig Fricker und Johann Zick, in: BWKG, 79. Jg. (1979), Stuttgart [1980], S. 62–139 (mit 10 Abbildungen). Zurück zum Text
10 Vgl. die Diviš-Bibliographie von R. Breymayer in: F. C. Oetinger, Die Lehrtafel der Prinzessin Antonia (= Texte zur Geschichte des Pietismus, Abt. VII, Bd. 1,
Teil 2: Anmerkungen), Berlin/New York 1977, S. 431ff. Zurück zum Text
11 J. L. Fricker, Schriftmässiger wiewohl unvollkommener | Begriff | den Ort und Zustand unserer künftigen Seligkeit betreffend | als eine kurze Prüfung des |
Versuchs da HE[RR?] M[agister] Iohann Gottlob Sembeck die Versetzung der begnadigten | Menschen an die Stelle der verstossenen Engel unternommen,
S. 13, Abs. 30. Das einst im Besitz der Bibliothek des Ev. Stifts Tübingen befindliche Original wird, seitdem es um 1940 zur Abschrift herausgegeben wurde, vermisst. Eine
leider nicht sehr sorgfältige Schreibmaschinen-Abschrift (25 S.) ist jedoch daselbst sowie im Landeskirchlichen Archiv in Stuttgart vorhanden. Die Entstehungszeit lässt
sich auf die Jahre zwischen 1759 und 1766 eingrenzen – einerseits durch das Erschei- nen des im Titel genannten Buches (J. G. L. Sembeck, Versuch Die Versetzung der
begnadigten Menschen an die Stelle der verstosenen Engel schriftmäsig zu bewei- sen ..., [1. Teil], Frankfurt und Leipzig 1759), andererseits durch Frickers Tod (13. September 1766). Zurück zum Text
12 [J. L. Fricker] in: Halophilus Irenäus [gemeint ist Oetingers Sohn Theophil Friedrich (Zensur-Hg.), tatsächlicher Autor jedoch Friedrich Christoph] Oetinger, Die Metaphy-
sic in Connexion mit der Chemie ..., Schw[äbisch] Hall [1770], S. 450. Zurück zum Text
13 Schriftmässiger wiewohl unvollkommener Begriff ..., a. a. O., S. 15, Abs. 38. Zurück zum Text
14 Ebd., S. 14–15 mit einer anderswo in Frickers Schriften nicht anzutreffenden Aus- führlichkeit. Zurück zum Text
15 Ebd., S. 15, Abs. 37. Zurück zum Text
16 Die Metaphysic in Connexion mit der Chemie ..., a. a. O., S. 451–452. Zurück zum Text
17 Ebd., S. 452. Zurück zum Text
18 Neue Bekräftigung der Apocalyptischen Wahrheit und ihrer Erklärung[en?], Manuskript (16 S.) im Besitz der Bibliothek des Evangelischen Stifts Tübingen, Signa-
tur: Ms 21-2; hier S. [8] (Kap. II, § 3). Zurück zum Text
19 Schriftmässiger wiewohl unvollkommener Begriff ..., a. a. O., S. 16, Abs. 42. Zurück zum Text
20 A. a. O., S. 16, Abs. 45. Der in dem Manuskript angegebene Wert weicht an zwei Stellen von dem korrekten Wert ab, was auf einem Rechenfehler Frickers oder einem
Lesefehler des Transkriptors beruhen kann. Zurück zum Text
21 A. a. O., S. 17, Abs. [46]. Zurück zum Text
22 Vgl. Kap. 5: Von den Grund Affecten der Primzahlen 2, 3 und 5, in der Music, in: Mathematischer, aus der Natur der Music und der Zahlen hergenommener, Be- weiß vor [= für] die Göttlichkeit der Offenbahrung Jesu Christi [...] 1751, Manu-
skript (32 S.) im Besitz der Bibliothek des Ev. Stifts Tübingen, Signatur: Ms 21-1; hier S. [13]–[16]. Zurück zum Text
23 Mathematischer ... Beweis ..., a. a. O., S. [27] (Kap. VIII, Th. IV). Zurück zum Text
24 J. L. Fricker in: F. C. Oetinger, Swedenborgs und anderer Irrdische und himm- lische Philosophie ..., Franckfurt und Leipzig 1765, S. 270ff. (Dieses Buch besaß
auch Goethe; vgl. Hans Ruppert, Goethes Bibliothek, Weimar 1958, S. 458, Nr. 3135, allerdings in der 2. Auflage von 1773 [Hinweis: R. Breymayer]). Zurück zum Text
25 Ebd., S. 283–284. Zurück zum Text
26 Vgl. F. Zöllner, Die transzendentale Physik und die sogenannte Philosophie (= Wissenschaftliche Abhandlungen, III. Bd.), Leipzig 1879; hier besonders auf
S. 575–585. Zurück zum Text
27 G. Büchmann, Geflügelte Worte, 13. Aufl., Berlin 1882, S. 183–184. Zurück zum Text
28 Christoph Meinel, Karl Friedrich Zöllner und die Wissenschaftskultur der Gründerzeit. Eine Fallstudie zur Genese konservativer Zivilisationskritik, Berlin
1991, S. 13–14. Zurück zum Text
29 Vgl. z. B. Schriftmässiger wiewohl unvollkommener Begriff ..., a. a. O., S. 17, Abs. 49. Zurück zum Text
Vgl. auch: Am Grab Johann Ludwig Frickers – Inschriften und Fotos
sowie
Herbert Henck, [Artikel] Fricker, Johann Ludwig, in: Die Musik in Geschichte
und Gegenwart, Zweite, neubarbeitete Ausgabe, hg. v. Ludwig Finscher, Personen- teil, Bd. 7, Fra–Gre, Kassel (u. a.): Bärenreiter / Stuttgart u. Weimar: Metzler, [Aug.]
2002, Sp. 110–113
Herbert Henck, Johann Ludwig Frickers irdische und himmlische Musik. Rech- nungen und Reflexionen einer „sich Bilder-machenden Vernunft“, in: Mathesis,
Naturphilosophie und Arkanwissenschaft im Umkreis Friedrich Christoph Oetin- gers (1702–1782), hg. von Sabine Holtz, Gerhard Betsch und Eberhard Zwink (Reihe Contubernium. Tübinger Beiträge zur Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte,
Bd. 63), Stuttgart: Franz Steiner Verlag, [Juli] 2005, S. (129)–144. Zurück zum Text
Erste Eingabe ins Internet: Sonntag, den 27. Mai 2001 Letzte Änderung: Donnerstag, 4. August 2011
© 2001-2008 Herbert Henck
|