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Hermann Heiß. Nachträge einer Biografie
Korrekturen und Ergänzungen zur ersten Auflage des Buches (2009)
von
Herbert Henck
Diese Webseite dient dazu, Informationen zu dem im Kompost-Verlag Deinstedt im Februar 2009 erschienenen Buch Hermann Heiß. Nachträge einer Biografie an die Leser oder Benutzer weiterzureichen.
Die neuen Informationen bestehen teils aus Korrekturen, die mir erst nach Fertig-
stellung des Druckes bekannt wurden, teils aus sachlichen Ergänzungen, welche das Gedruckte vervollständigen können. Berichtigt werden hier nur solche Dinge, die etwa im Rahmen von Zitaten zu Irrtümern oder Missverständnissen führen könnten; ästhetische Korrekturen sind weitgehend ausgeklammert.
S. 7, Unterkapitel von Kap. 10 („Drei Auftragswerke des Reichsluftfahrtministeriums“): „Drei“ streichen
S. 19, Zeile 7 des Haupttextes: „mehrere Auftragswerke“ ändern in „mindestens zwei Auftragswerke“
S. 20: Zu dem von Fußnote 13 belegten Zitat ist zu ergänzen, dass ich Anfang Juni 2009 von Wilhelm Schlüter, Reinheim, die Ablichtung einer Fotokopie von Ludwig Karl Mayers
Artikel Heiß, Hermann aus der ersten Ausgabe des MGG (Bd. 6, 1957, Sp. 91–93) erhielt, die mit handschriftlichen Eintragungen von Hermann Heiß versehen ist. Der Nebensatz „die er heute verleugnet“ (Spalte 93) ist darin als einziger Teil des Haupttextes von Heiß durchgestrichen.
Bei der Anstellung an der Heeresmusikschule in Frankfurt am Main ergänzt Heiß in Spalte 92 als vierte seiner Fußnoten: „1942 fristlos entlassen“. Diese Datierung stimmt überein mit
der Erklärung des Komponisten von 1946 (vgl. das letzte Zitat auf S. 332).
S. 22–23, Beginn des letzten Absatzes des Haupttexts. Hier muss es richtig heißen:
Auf Grund der anfechtbaren, da nicht unpolitischen Entscheidung der Heraus- geber der Musik in Geschichte und Gegenwart, die Namen der Artikelfasser nur
unmittelbar unter den Artikeln und am Ende der Einzelbände, nicht aber im eigentlichen Registerband aufzulisten, sie also aus dem geschichtlichen Zusam-
menhang zu isolieren und gegenüber dem Benutzer der Enzyklopädie teilweise zu anonymisieren, ist Mayer in Band 17, dem Register, lediglich mit zwei Verweisen aufgeführt […].
S. (33): Zu Abbildung 3 teilte mir Birgit Sondergeld, die das Archiv der Deutschen Landerziehungsheime in Hofbieber betreut, dankenswerterweise noch mit: „Zu dem Bild
auf Seite 33 ist anzumerken, dass es sich bei der Kapelle um den Raum handelt, in dem bereits Lietz seine abendlichen Kapellenstunden abhielt. Das waren die täglichen Stunden vor dem Schlafengehen,
in denen Aufgaben gestellt und abgefragt wurden, Theaterabende stattfanden, der Tag ruhig zu Ende ging. Heute ist dieser Raum Bibliothek. Kapelle im religiösen Sinn ist die Johann Sebastian Bach Kapelle,
die bis zum 50jährigen Bestehen 1954 die ,Weiße Kapelle‘ genannt wurde und erst mit dem Einbau der Orgel umbenannt wurde. Heute nutzt die evangelische Kirchengemeinde die Kapelle für ihre sonntäglichen Gottesdienste.“ (E-Mail vom 9. Februar 2009).
Vgl. auch die Ergänzungen zu S. 517.
S. 62, in Anm. 181: fehlender Doppelpunkt nach „Berlin“
S. 80–81 (Verhältnis zu Schönberg): Im Juni 2009 wurde mir von Wilhelm Schlüter, Reinheim, die Fotokopie des undatierten Prospektes hermann heiss | Meisterklasse für
Komposition zugänglich gemacht, der Ende der fünfziger Jahre von der „Akademie der Tonkunst“ in Darmstadt hergestellt worden war. In diesem Prospekt (4 ungezählte Seiten), dessen Lebenslauf von Hermann Heiß bis „Anfang 1957“ reicht und der somit wohl erst nach diesem Zeitpunkt gedruckt wurde, heißt es unter der Jahresangabe „1932“ auf Seite [3]: „Studium bei Schönberg in Berlin“. Wie sich diese Angabe mit den übrigen genannten Quellen, besonders aber mit Arnold Schönbergs Brief an Josef Rufer vom 8. Februar 1949, vereinbaren lässt, bleibt einstweilen dahingestellt.
S. 116–145 sowie 221–223: Ergänzung der Informationen über Edwin und Kurt Redslob durch das Buch von Christian Welzbacher, Edwin
Redslob. Biografie eines unverbesserlichen Idealisten, Berlin: Matthes & Seitz, 2009. (Das Jahresrad oder Hermann Heiß sind hier nicht erwähnt.)
S. 139, Haupttext, Zeile 7 von unten: „ihnen“ (nicht „Ihnen“)
S. 174: In der Transkription des Abbildungstextes muss es richtig heißen: a) „Lietzensee=Ufer“ (doppelter Bindestrich); b) Telefon (ausgeschrieben)
S. 221–223: Siehe Anm. zu S. 116–145
S. 234, erste Zeile nach erstem Zitat: Fehlende Freistelle bei „sich im Oktober“
S. 243, letzter Absatz des Haupttextes: Husadel vergab die Kompositionsaufträge eher nicht persönlich, sondern befürwortete deren Vergabe allenfalls. Die Aufträge dagegen kamen „von ganz
oben“, und nicht Husadel war der Auftraggeber. Betont werden sollte ferner, dass die Anzahl der Aufträge des Reichsluftfahrtministeriums von der Anzahl der Kompositionen, die damals für
Luftwaffenorchester entstanden, bei weitem übertroffen wurde. Freundliche Hinweise von Prof. Dr. Achim Hofer, Universität Koblenz-Landau, vgl. den Korrekturtext zu Seite 249 (a).
Unter Einbeziehung dieser Informationen sowie der von Heiß durch das Reichsluft- fahrtministerium beauftragten Werke wäre hier zu korrigieren: „darüber hinaus gab
es Aufträge an zeitgenössische Komponisten, neue Originalwerke für Blasorchester zu schreiben. Bis 1940 ergingen zumindest zwei solcher Aufträge an Hermann Heiß.“
S. 244, Fußnote 914: hier müsste es richtig heißen „24. Febr. 1937“ (nicht 1936); ferner als Quellenverweis: Deutsche Musikkultur, 2. Jg. (1937)
S. 245, Überschrift: „Drei Auftragswerke […]“ ohne „Drei“
S. 246, in Fußnote 923 den Satz anfügen: Vielleicht handelt es sich hier aber nur um einen Irrtum in der Zählung durch Heiß.
S. 249 (a): Im Absatz mit der Überschrift Konzertouverture wäre der Haupttext am Ende zu ergänzen: Andererseits könnte es sich hier um
einen Irrtum von Heiß handeln, oder ein als Konzertouverture begonnenes Stück mag in das Festliche Konzert eingegangen sein, zumal keine weitere Erwähnung von Heiß’ Konzertouverture sich in der erfassten Literatur finden ließ.
Somit wäre es hier sinnvoller, nur von „zumindest zwei“ (und nicht drei) verbürgten Auftragskompositionen des Reichsluftfahrtministeriums zu sprechen, und der Text wäre
insgesamt auf diesen Umstand abzustimmen (vgl. die Korrekturen S. 7, 19, 244, 245, 246 und 249b). Zu den zwei belegbaren Aufträgen käme dann allenfalls noch die bear-
beitende Ergänzung (Instrumentation und Zwischenspiele) hinzu, die Heiß von Karl- Heinz Keltings Fliegerkantate Wir sind des Reiches leibhaftige Adler im Auftrage des Reichsluftfahrtministeriums anfertigte (S. 261 ff.).
Zu den Überlegungen über den Auftragscharakter der Konzertouverture sowie zu Einzelheiten der Luftwaffenmusik regte mich Prof. Dr. Achim Hofer, Universität Koblenz-Landau (Campus Landau), Mitte August 2009 dankenswerterweise an. – Inzwischen erschien: Achim Hofer und Marion Fürst, „Anspruchsvolle“ Militär-
konzerte im Nationalsozialismus. Zu einer Auswertung des Jahrgangs 1939 der „Deutschen Militär-Musiker-Zeitung“ unter besonderer Berücksichtigung der Auftragskompositionen des Reichsluftfahrtministeriums,
in: Bernhard Habla und Damien Sagrillo (Hg.), Kongressbericht Echternach, Luxemburg 2008 (Reihe: Alta Musica, Bd. 28), Tutzing: Hans Schneider, 2010, S. 173–209.
S. 249 (b): Erster Satz nach Überschrift „Heide Moor und Waterkant“: „Als belegbarer Auftrag“
S. 257, Zeile 1: Feldausgabe des „Liederbuches der Luftwaffe“
S. 271, vierte auf dritte Zeile von unten im Haupttext: fehlendes Trennungszeichen bei Reichspropa- ganda-Ministeriums
S. 276, Fußnote 1052, Ergänzung: auch in: Das deutsche Hausbuch, hg. in Verbin- dung mit dem Winterhilfswerk des deutschen Volkes vom Hauptkulturamt in der
Reichspropagandaleitung der NSDAP, Berlin: Zentralverlag der NSDAP, Franz Eher Nachf. GmbH, 1943, 301.–400. Tsd., S. 347.
S. 332: siehe oben die Anmerkungen zu Seite 20, zweiter Absatz.
S. 392 (a), Zeile 12 von oben: Innerhalb der Klammer (vor Fußnotenzahl 1500) muss es richtig heißen „Klangreihenkomposition“.
S. 392 (b), Fußnote 1497, Z. 2, zu Raupenstrauch lies konzertierte (nicht: konzerten)
S. 395, letzter Absatz des Haupttextes: „des Verfassers”
S. 404, erste Zeile des Hauptextes, lies: „Es war mir sehr interessant zu erfahren, daß“
S. 419, Chronologie unter dem 4. Juni 1937, lies „in die Lagardestraße 11“
S. 424, drittletzte Zeile (fehlender Apostroph): „etwa Briefe oder Heiß’ eigene Werkverzeichnisse“
S. 425, dritter Absatz: Fehlende Freistelle nach Komma bei Auslagerung, Bom-
S. 436, Ende der letzten Zeile: kein Punkt nach dem Semikolon
S. 467, erstes Zitat, erste Zeile: Fehlende Freistelle bei als Mu-
S. 483 („Konsultierte Archive“):
Nürnberg Deutsches Kunstarchiv (bis 2008: Germanisches Nationalmuseum, Archiv für Bildende Kunst)
S. 503, einfügen in die Literaturangaben von „Moser, Hans Joachim“: – 1958: Musiklexikon, Nachtrag zur 4. Aufl. (abgeschlossen am 1. April 1958), S. 27
S. 510, unter „Schottländer, Johann Wolfgang“: siehe Korrektur zu Seite 244.
S. 516: Die Überschrift „Seite“ (hinter „Abb.“) gehört am rechten Textrand über die Seitenverweise
S. 517: Bei den Abb. 3 (S. 33) und 5 (S. 57) ist zu ergänzen, dass die Vorlagen der Reproduktionen jeweils aus dem (nur bei Abb. 2) genannten Archiv der Deutschen
Landerziehungsheime in Hofbieber stammen und dort gleichermaßen als Papierabzüge überliefert sind. Siehe auch die Ergänzung zu S. 33.
S. 528, rechte Spalte, vierter Eintrag von unten: streichen: „Gustav Kneip 272“
S. 535, linke Spalte: bei „Holtorf, Hans“ als Seitenangabe richtiger: 130–132
S. 537: „Kulturbolschewismus“ erscheint doppelt im Register; ersten Eintrag streichen
S. 546, zweite Zeile des Haupttextes: Ergänzungen
Erste Eingabe ins Internet: Mittwoch, der 25. Februar 2009 Letzte Änderung: Donnerstag, 1. Juli 2010
© 2009-2010 Herbert Henck
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