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Hermann Heiß. Nachträge einer Biografie
Korrekturen und Ergänzungen zur ersten Auflage des Buches (2009)
von
Herbert Henck
Diese Webseite dient dazu, Informationen zu dem im Kompost-Verlag Deinstedt im Februar 2009 erschienenen Buch Hermann Heiß. Nachträge einer Biografie an die Leser oder Benutzer weiterzureichen.
Die neuen Informationen bestehen teils aus Korrekturen, die mir erst nach Fertig- stellung des Druckes bekannt wurden, teils aus sachlichen Ergänzungen, welche das Gedruckte
vervollständigen können. Berichtigt werden hier nur solche Dinge, die etwa im Rahmen von Zitaten zu Irrtümern oder Missverständnissen führen könnten; ästhetische Korrekturen sind weitgehend
ausgeklammert.
S. 7, Unterkapitel von Kap. 10 („Drei Auftragswerke des Reichsluftfahrtministeriums“): „Drei“ streichen
S. 19, Zeile 7 des Haupttextes: „mehrere Auftragswerke“ ändern in „mindestens zwei Auftragswerke“
S. 20: Zu dem von Fußnote 13 belegten Zitat ist zu ergänzen, dass ich Anfang Juni 2009 von Wilhelm Schlüter, Reinheim, die Ablichtung einer Fotokopie von Ludwig Karl Mayers
Artikel Heiß, Hermann aus der ersten Ausgabe des MGG (Bd. 6, 1957, Sp. 91–93) erhielt, die mit handschriftlichen Eintragungen von Hermann Heiß versehen ist. Der Nebensatz „die er heute verleugnet“ (Spalte 93) ist darin als einziger Teil des Haupttextes von Heiß durchgestrichen.
Bei der Anstellung an der Heeresmusikschule in Frankfurt am Main ergänzt Heiß in Spalte 92 als vierte seiner Fußnoten: „1942 fristlos entlassen“. Diese Datierung stimmt
überein mit der Erklärung des Komponisten von 1946 (vgl. das letzte Zitat auf S. 332).
S. 22–23, Beginn des letzten Absatzes des Haupttexts. Hier muss es richtig heißen:
Auf Grund der anfechtbaren, da nicht unpolitischen Entscheidung der Herausge- ber der Musik in Geschichte und Gegenwart, die Namen der Artikelverfasser nur unmittelbar unter den Artikeln und am Ende der Einzelbände, nicht aber im
eigentlichen Registerband aufzulisten, sie also aus dem geschichtlichen Zusam- menhang zu isolieren und gegenüber dem Benutzer der Enzyklopädie teilweise
zu anonymisieren, ist Mayer in Band 17, dem Register, lediglich mit zwei Verweisen aufgeführt […].
S. (33): Zu Abbildung 3 teilte mir Birgit Sondergeld, die das Archiv der Deutschen Landerziehungsheime in Hofbieber betreut, dankenswerterweise noch mit: „Zu dem Bild
auf Seite 33 ist anzumerken, dass es sich bei der Kapelle um den Raum handelt, in dem bereits Lietz seine abendlichen Kapellenstunden abhielt. Das waren die tägli-
chen Stunden vor dem Schlafengehen, in denen Aufgaben gestellt und abgefragt wur- den, Theaterabende stattfanden, der Tag ruhig zu Ende ging. Heute ist dieser Raum Bibliothek. Kapelle im religiösen
Sinn ist die Johann Sebastian Bach Kapelle, die bis zum 50jährigen Bestehen 1954 die ,Weiße Kapelle‘ genannt wurde und erst mit dem Einbau der Orgel umbenannt wurde. Heute nutzt die evangelische Kirchengemeinde die Kapelle für ihre sonntäglichen Gottesdienste.“ (E-Mail vom 9. Februar 2009).
Vgl. auch die Ergänzungen zu S. 517.
S. 47–49 („Gastspiele“, Konzert in Bad Pyrmont): Vgl. auch H[ermann] R[udolf] Gail, Musikliebhaber-Tage in Pyrmont, in: Rheinische Musik- und Theater-Zeitung, 31.
Jg., Nr. 15, Köln: 16. August 1930, S. 265–266; Erwähnung der Aufführungen des Spiekerooger Schulorchesters (Online-Ausgabe, letzter Absatz des Artikels).
S. 51–52, Postkarte an J. M. Hauer aus Hamburg (9.2.1930): Der Hintergrund ist hier, dass kurz zuvor in Hamburg eine Ortsgruppe der „Internationalen Gesellschaft für neue Musik“
gegründet worden war, die in ihrem ersten öffentlichen Konzert unter anderem Hauers Sinfonietta zur Aufführung gebracht hatte. Vgl. die unsignierte Meldung unter der Zeilenüberschrift Hamburg in der Rheinischen Musik- und Theaterzeitung,
31. Jg., Nr. 13, Köln, 12. Juli 1930, S. 242, linke Spalte (Online-Ausgabe).
S. 52, Anm. 122: Der Eintrag zu Richard Goldschmied (Goldschmidt) lautet in der im Internet zugänglichen Ausgabe des Gedenkbuchs: „Goldschmidt, Richard | * 20. Juni 1880
in Wien | wohnhaft in Hamburg | Deportation: ab Hamburg | 25. Oktober 1941, Litzmannstadt (Lodz), Ghetto“.
S. 53, Anm. 130: Lebensdaten von Lukowitz-Toepel 1896–1992. Vgl. die Rheini-
sche Musik- und Theater-Zeitung, wo zahlreiche Erwähnungen der Pianistin Hedwig Huebner von Lukowitz-Toepel in der sogenannten Adressentafel am Ende der Zeit-
schrift anzutreffen sind (im Jahrgang 1930 in fast jeder Ausgabe). – Im Jahrbuch der Musikwelt von Barth (1949) ist Lukowitz-Toepel unter Köln, Staatliche Hochschule für Musik, auf S. 358 („Fachschulklassen“) verzeichnet.
S. 62, in Anm. 181: fehlender Doppelpunkt nach „Berlin“
S. 69–72: Zur Uraufführung des Klavierkonzerts C-Cis schrieb Maria Daub-Mohr: „Es folgte ein reichlich problematisches Klavierkonzert C-cis [sic] im Zwölfton-System von Hermann Heiß,
eine infantile, atonalistische Klavier als Schlaginstrument-Spielerei-
Etude eines Zwölfton-Enthusiasten. Pianist und Orchester erschöpften sich schier in gymnastischen Uebungen, um das ,Melos‘ zu meistern.“ Vgl. M[aria] Daub-Mohr, Festliche Tagung in Darmstadt, in: Rheinische Musik- und Theater-Zeitung. All-
gemeine Zeitschrift für Musik, hg. von Gerhard Tischer, 29. Jg., Nr. 39/40, Köln: Tischer & Jagenberg, 3. November 1928, S. 480–482; hier zu Heiß S. 482, r. Sp. – Zu
Daub-Mohr (1900–1979) vgl. Müller (1929), Sp. 215; Frank-Altmann (1936), S. 117 sowie die Webseite des Instituts für Stadtgeschichte, Frankfurt am Main: http://www.stadtgeschichte-ffm.de/abteilungen/abteilung_3/03606inhalt.html
S. 80–81 (Verhältnis zu Schönberg): Im Juni 2009 wurde mir von Wilhelm Schlüter, Reinheim, die Fotokopie des undatierten Prospektes hermann heiss | Meisterklasse für
Komposition zugänglich gemacht, der Ende der fünfziger Jahre von der „Akademie der Tonkunst“ in Darmstadt hergestellt worden war. In diesem Prospekt (4 ungezählte Seiten), dessen Lebenslauf von Hermann Heiß bis „Anfang 1957“ reicht und der somit wohl erst nach diesem Zeitpunkt gedruckt wurde, heißt es unter der Jahresangabe „1932“ auf Seite [3]: „Studium bei Schönberg in Berlin“. Wie sich diese Angabe mit den übrigen genannten Quellen, besonders aber mit Arnold Schönbergs Brief an Josef Rufer vom 8. Februar 1949, vereinbaren lässt, bleibt einstweilen dahingestellt.
S. 90–95 (Kapitel: „Im Harmoniesaal des Dresdener Hygienemuseums“): Ergänze die Besprechung von Adrian Rappoldi [1878–1948], Die Tagung des Reichsverbandes der
Tonkünstler und Musiklehrer in Dresden, in: Rheinische Musik- und Theater- Zeitung, 31. Jg., Nr. 19, Köln, 18. Oktober 1930, S. 339, wo es heißt: „Allgemein abgelehnt wurde eine
kleine Suite für vier Hände von Herm[ann] Heiß.“
S. 107, Anm. 374: Über Hauers Arbeit erschien auch ein Aufsatz von Ernst Schliepe in dem Buch Im Zentrum. Ein Streifzug nicht nur durch das Musik- Feuilleton der Deutschen
Allgemeinen Zeitung (1923–1931), hg. von Robert Schmitt Scheubel, Berlin: consassis.de, 2010, S. 21 ff., der im Inhaltsverzeichnis des Buchs mit Musikbol-
schewismus. Hauers neue Atonalität angegeben ist (Online-Hinweise als pdf-Datei); das Buch lag mir bisher nicht vor.
S. (113), Foto von Josef Matthias Hauer: Vermutlich wurde das hier reproduzierte Foto von Willi Reich aufgenommen, denn Wolfgang Vögele (Eimeldingen) schrieb
mir in einer E-Mail am 24. Februar 2009: „Wie du vielleicht weißt, war Willi Reich, der erste Biograph von Alban Berg, Anfang der Dreißiger Jahre ein leidenschaftlicher Amateurphotograph, der in Wien
so ziemlich alle damaligen Musikgrößen ablichtete. Durch meine Verbindung mit Willi Reichs Tochter, die in Stuttgart lebt, war es mir möglich, die Originale seiner Fotos (in einem privaten Fotoalbum) zu
sehen und in einem Fotostudio davon Duplikate herstellen zu lassen. Darunter auch das seinerzeit in der Zeitschrift «Die Musik» erschienene Porträt Hauers (in deinem Buch nach S. 112).“
S. 116–145 sowie 221–223: Ergänzung der Informationen über Edwin und Kurt Redslob durch das Buch von Christian Welzbacher, Edwin Redslob. Biografie eines unverbesserlichen Idealisten, Berlin: Matthes & Seitz, 2009. (Das Jahresrad oder Hermann Heiß sind hier nicht
erwähnt.)
S. 122, Anm. 438: Zunächst sei noch auf mehrere Erwähnungen der Sopranistin Eva Bruhn (geb. am 29. Juni 1885) hingewiesen, die sich Anfang der zwanziger Jahre in der Rheinischen Konzert- und Theaterzeitung befinden. Herausgegeben wurde die-
ses Periodikum, das heute auch digital zugänglich ist (Online-Ausgabe), von dem Leiter des Verlages „Tischer & Jagenberg“ in Köln-Bayenthal, Dr. Gerhard Tischer. Neben der Nennung in Inseraten der Kölner „Westdeutschen
Konzertdirektion“, aus denen nur hervorgeht, dass die Sopranistin von dieser Agentur vertreten werde (etwa Jg.
1922, S. 209; Jg. 1923, S. 341; Jg. 1925, S. 129), seien noch folgende Quellen ge- nannt: Rheinische Musik- und Theater-Zeitung Jg. 1921 (S. 78 und 108), Jg. 1922
(S. 200), Jg. 1923 (S. 145), 1926 (S. 113). – Auffällig ist ein halbseitiges Inserat in derselben Zeitung, welches die Privatadresse der Sängerin nennt und in dem von einer
Konzertdirektion keine Rede mehr ist (1925, S. 363). Der Text lautet: „Eva Bruhn | SOPRAN · ARIEN · ORATORIEN · LIEDER | Essen-Bredeney | Am Ruhrstein 49 |
Telephon-Anschluss Essen 3241”. Eine Steigerung findet dieses Eigeninserat 1926 (S. 104), wo ein ähnlicher Text ganzseitig und mit Foto versehen abgedruckt wird; die deutlichste Textabweichung ist hier die neue Telefonnummer. – Ferner wird in der
Kölner israelitischen Wochenschrift Die Gegenwart. Organ für Handel, Industrie und Gewerbe. Kölner Theater- und Konzert- Anzeiger, hg. von Hermann Moses,
im Jg. 1923 der Name Eva Bruhn für ihre Mitwirkung in Verdis Requiem unter der Leitung von Hermann Abendroth (22. Jg., Nr. 9, 2. März 1923, S. 2, linke Spalte unter der Überschrift: Zehntes Gürzenichkonzert; Online-Ausgabe).
Ergänzt sei, dass Bruhn am 18. Juni 1910 im Parkfest der „Goethe-Gesellschaft“ in Tiefenfurt bei Weimar zu hören war, ein Fest, das von den königlichen Hoheiten des Großherzogs und der Großherzogin besucht wurde. Eva Bruhn sang in den ersten drei der Vier Lieder aus dem Ende des 18. Jahrhunderts,
eingerichtet von Waldemar von Baußnern, und das Programm benannte als Interpretin: „Frl. Eva Bruhn aus Charlotten- burg“; vgl. das Goethe-Jahrbuch, hg. von Ludwig Geiger, Bd. 32,
Frankfurt am Main: Literarische Anstalt Rütten & Loening, 1911, hier auf S. 7 im selbständig paginierten Anhang: Sechsundzwanzigster Jahresbericht der Goethe-Gesellschaft mit Abdruck des Fest-Programms (Online-Ausgabe des Jahrbuchs). Die Herkunftsbezeichnung „aus Charlottenburg“ (Charlottenburg war eine
eigenständige Großstadt im Westen Berlins, die erst 1920 zu Groß-Berlin kam) müsste sich auf Bruhns Studium beziehen, da laut Erich H. Müllers Deutschem Musiker-Lexikon (Dresden 1929) Bruhn von 1908 bis 1912 in Berlin studierte und hier bei George Fergusson Gesangsunterricht nahm (vgl. Müller, a. a. O., Nachtrag im Anhang des Lexikons, S. III). Im Berliner
Adreßbuch von 1910 (Teil I, S. 601, Spalte [1]), war hiermit übereinstimmend ein Gesangslehrer „George Fergusson“ auffindbar (Augsburger Straße 64, 4. Stock). Schließlich konnte
festgestellt werden, dass Eva Bruhn am 6. November 1917 (Saison 1917/18) in einem Konzert sang, das von Wilhelm Furtwängler am Klavier begleitet wurde; vgl. René Trémine (compiler), Wilhelm
Furtwängler. Concert Listing 1906–1954, TAHRA Productions, 1997, S. 14 (mittlere Spalte; download unter http://www.furtwangler.net/doc/WF06-22.pdf).
Der Online-Katalog „Kalliope“ weist unter der digitalen Version 01054282 ein undatiertes Autogramm von Eva Bruhn nach: Besitzende Institution: Universitäts- bibliothek Johann Christian Senckenberg <Frankfurt, Main>,
Mediennummer HS010542825.
S. 139, Haupttext, Zeile 7 von unten: „ihnen“ (nicht „Ihnen“)
S. 146–174: (17. März 1934) Spuk im Bechsteinsaal. Ein Original-Programm der Veranstaltung ist in der „Ernst Henschel Collection“, Box 22
(1934) der „British Library“ in London vorhanden; siehe hier. Vgl. „17 March [1934]: Konzert mit Zeit-
genössischen Werken von Else C. Kraus (piano) und Alice Schuster (vocal) mit Kam- mer-Orchester, directed by Hermann Heiss“. Da mir für eine Kopie eine Rechnung von nahezu 30 £ (ca. 35
€) angekündigt wurde, musste ich von einem Auftrag Abstand nehmen.
S. 174: In der Transkription des Abbildungstextes muss es richtig heißen: a) „Lietzensee=Ufer“: doppelter Bindestrich; b) Telefon: ausgeschrieben)
S. 198–204 (Hans Haffenrichters Tätigkeit im Nationalsozialismus): Vgl. auch den Katalog: Malerei | Grafik | Plastik 1968, Kunstausstellung Prien. Kunstausstellung
Prien am Chiemsee 1968. Ausstellung der Künstler des Inn- und Chiemgau. Sonder- ausstellungen Hiasl Maier – Erding; Friedrich Lommel; Hans Haffenrichter; Konrad Huber; 32 ungezählte Seiten,
Kunstdruck; hier S. [6]: „Der Maler und Bildhauer Hans Haffenrichter“, mit einleitendem Zitat „Aus Kindlers Malerei-Lexikon“ und dem Hin- weis: „Die Jahre von 1933 bis 1945 verbrachte
Haffenrichter in Berlin ohne Chance, seine Gemälde öffentlich zu zeigen.“ (Mag diese vorsichtige Formulierung auch für Haf- fenrichters Gemälde gelten, so gilt sie sicher nicht zugleich für
Haffenrichters Plastiken. Das Zitat reiht sich damit ein in die übrigen beschönigenden Darstellungen von R. Lin- nenkamp, M. Lauter und K. L. Weiner. – Zu Haffenrichter vgl. auch die obere Abbil-
dung auf S. [15].
S. 221, Fußnote 821: Bei der Zählung der zum Teil modifizierten Nachdrucke von Kurt Redslobs Deutsche Jagdsignale mit Merksprüchen scheint dem Verlag ein Versehen unterlaufen zu sein, das ich aber in gewisser Weise übernommen habe. Aufgrund der vorliegenden Ausgaben oder ihrer Titelseiten ergibt sich ein leicht abweichendes Bild, das aus insgesamt fünf (nicht vier) in verschiedenen Jahren verlegten Drucken besteht:
1.) 1930, 2.) 1931, 3.) 1935, 4.) 1936 und 5.) 1937. Nur die letzte Auflage von 1937 ist in Zusammenarbeit mit Carl Clewing erschienen, während es sich bei den übrigen Drucken (alle haben
ein einheitliches Äußeres) zum Teil um Nachdrucke han- delt. Gleichwohl stehen die fünf Jahresangaben gedruckt auf den Titelseiten, so dass sich eine Abweichung zu der zugleich angegebenen Auflage bei
den Ausgaben von 1935, 1936 und 1937 ergibt.
S. 221–223: Siehe Anm. zu S. 116–145
S. 234, erste Zeile nach erstem Zitat: Fehlende Freistelle bei „sich im Oktober“
S. 243, letzter Absatz des Haupttextes: Husadel vergab die Kompositionsaufträge eher nicht persönlich, sondern befürwortete deren Vergabe allenfalls. Die Aufträge dagegen kamen „von ganz
oben“, und nicht Husadel war der Auftraggeber. Betont werden sollte ferner, dass die Anzahl der Aufträge des Reichsluftfahrtministeriums von der Anzahl der Kompositionen, die damals für
Luftwaffenorchester entstanden, bei weitem übertroffen wurde. Freundliche Hinweise von Prof. Dr. Achim Hofer, Universität Koblenz-Landau, vgl. den Korrekturtext zu Seite 249 (a).
Unter Einbeziehung dieser Informationen sowie der von Heiß durch das Reichsluft- fahrtministerium beauftragten Werke wäre hier zu korrigieren: „darüber hinaus gab
es Aufträge an zeitgenössische Komponisten, neue Originalwerke für Blasorchester zu schreiben. Bis 1940 ergingen zumindest zwei solcher Aufträge an Hermann Heiß.“
S. 244, Fußnote 914: hier müsste es richtig heißen „24. Febr. 1937“ (nicht 1936); ferner als Quellenverweis: Deutsche Musikkultur, 2. Jg. (1937)
S. 245, Überschrift: „Drei Auftragswerke […]“ ohne „Drei“
S. 246, in Fußnote 923 den Satz anfügen: Vielleicht handelt es sich hier aber nur um einen Irrtum in der Zählung durch Heiß.
S. 249 (a): Im Absatz mit der Überschrift Konzertouverture wäre der Haupttext am Ende zu ergänzen: Andererseits könnte es sich hier um
einen Irrtum von Heiß handeln, oder ein als Konzertouverture begonnenes Stück mag in das Festliche Konzert eingegangen sein, zumal keine weitere Erwähnung von Heiß’ Konzertouverture sich in der erfassten Literatur finden ließ.
Somit wäre es hier sinnvoller, nur von „zumindest zwei“ (und nicht drei) verbürgten Auftragskompositionen des Reichsluftfahrtministeriums zu sprechen, und der Text wäre
insgesamt auf diesen Umstand abzustimmen (vgl. die Korrekturen S. 7, 19, 244, 245, 246 und 249b). Zu den zwei belegbaren Aufträgen käme dann allenfalls noch die be-
arbeitende Ergänzung (Instrumentation und Zwischenspiele) hinzu, die Heiß von Karl- Heinz Keltings Fliegerkantate Wir sind des Reiches leibhaftige Adler im Auftrage
des Reichsluftfahrtministeriums anfertigte (S. 261 ff.). Zu den Überlegungen über den Auftragscharakter der Konzertouverture sowie zu Einzelheiten der Luftwaffenmusik regte mich Prof. Dr. Achim Hofer, Universität Kob-
lenz-Landau (Campus Landau), Mitte August 2009 dankenswerterweise an. – Inzwi- schen erschien: Achim Hofer und Marion Fürst, „Anspruchsvolle“ Militärkonzerte
im Nationalsozialismus. Zu einer Auswertung des Jahrgangs 1939 der „Deut- schen Militär-Musiker-Zeitung“ unter besonderer Berücksichtigung der Auftrags-
kompositionen des Reichsluftfahrtministeriums, in: Bernhard Habla und Damien Sagrillo (Hg.), Kongressbericht Echternach, Luxemburg 2008 (Reihe: Alta Musica,
Bd. 28), Tutzing: Hans Schneider, 2010, S. 173–209.
S. 249 (b): Erster Satz nach Überschrift „Heide Moor und Waterkant“: „Als belegbarer Auftrag“
S. 257, Zeile 1: Feldausgabe des „Liederbuches der Luftwaffe“
S. 271, vierte auf dritte Zeile von unten im Haupttext: fehlendes Trennungszeichen bei „Reichspropa- ganda-Ministeriums“.
S. 276, Fußnote 1052, Ergänzung: auch in: Das deutsche Hausbuch, hg. in Verbin- dung mit dem Winterhilfswerk des deutschen Volkes vom Hauptkulturamt in der Reichspropagandaleitung der
NSDAP, Berlin: Zentralverlag der NSDAP, Franz Eher Nachf. GmbH, 1943, 301.–400. Tsd., S. 347.
S. 332: siehe oben die Anmerkungen zu Seite 20, zweiter Absatz.
S. 338, Fußnote 1254: Ergänze hinter „Josef Matthias Hauer“: (siehe beispielsweise S. 32, April 1927; S. 96, November 1929 oder S. 403, Februar 1950)
S. 364, Anm. 1368: Lebenszeit von „Hans Georg Hübsch (1910–1990)“; dankens- werter Hinweis von Frau Dagmar Rosenberger, GEMA, E-Mail am 11. Mai 2010; eine Rechtsnachfolgerin, Ursula
Hübsch, lebe in Wien. – Das Geburtsjahr 1906 zu Hübsch befindet sich auf der Webseite http://aleph3.libnet.ac.il/F/?FUNC=find-
c&CCL_TERM=+%28WAU%3D%28H%C3%BCbsch%2C+Hanns%29%29+
S. 391–411: Annie Haberkalt, geb. am 16. August 1914 in Wien, verstarb in Wien am 26. Juni 2010. Sie wurde auf eigenen Wunsch hin im Grab ihrer Eltern auf dem Wiener Zentralfriedhof bestattet. Ihr
waren zahlreiche Informationen zu dem Kapitel über Jamnitz zu danken.
S. 392 (a), Zeile 12 von oben: Innerhalb der Klammer (vor Fußnotenzahl 1500) muss es richtig heißen „Klangreihenkomposition“.
S. 392 (b), Fußnote 1497, Z. 2, zu Raupenstrauch lies konzertierte (nicht: konzerten)
S. 395, letzter Absatz des Haupttextes: „des Verfassers”
S. 404, erste Zeile des Hauptextes, lies: „Es war mir sehr interessant zu erfahren, daß“
S. 419, Chronologie unter dem 4. Juni 1937, lies „in die Lagardestraße 11“
S. 424, drittletzte Zeile (fehlender Apostroph): „etwa Briefe oder Heiß’ eigene Werkverzeichnisse“
S. 425, dritter Absatz: Fehlende Freistelle nach Komma bei Auslagerung, Bom-
S. 428 (Wv 12): Jos[ef] M. M. Lossen-Freytag [*1894], Der Darmstädter Aus- klang des Tonkünstlerfestes, in: Rheinische Musik- und Theater-Zeitung, hg. von Gerhard
Tischer, 25. Jg., Nr. 25/26, Köln: Tischer & Jagenberg, 1924, S. 229; hier zu Heiß, der irrtümlich als „Wilhelm“ Heiß genannt wird (Wilhelm hieß der Vater von Hermann Heiß), rechte
Spalte, zur Aufführung der „Stücke für Flöte, Bratsche und Baßklarinette“.
S. 436, Ende der letzten Zeile: kein Punkt nach dem Semikolon
S. 440 bei Wv 89 (Eine Tafelmusik): lies richtig „HHWv (1944), Nr. 4“
S. 450 bei Wv 128 (Suite im Stil der Tafelmusiken Telemanns): als Verweis bitte in dieser Zeile anfügen hierzu das Unterkapitel S. 226–232.
S. 462, N 4 bzw. S. 466, N 30: Die beiden hier erwähnten Lieder Die Sorglichen und Wunsch (für Altstimme, Flöte und Klavier) sind als autografe Abschriften von Hermann
Heiß aus dem Nachlass von Konrad Ameln im Jahre 1992 in das Eigentum der „Her- zog August Bibliothek“ in Wolfenbüttel übergegangen. Die Abschriften, die mit 1937 datiert sind, sind hier angezeigt; sie haben das Format 27 x 34 cm und bestehen insge-
samt aus 5 Blättern. Auf dem Umschlagblatt steht mit Bleistift geschrieben: „Original- Handschrift von Hermann Heiß“. Ist der Textdichter beim ersten Lied mit Gustav Falke angegeben, so
ist als Textvorlage des zweiten Liedes benannt: „Wunsch | (Von einer Tafel im Juditter Wald i[n] Ostpr[eußen])“. Die Handschriften sind in der genannten Bibliothek in Wolfenbüttel unter den
Signaturen D-W/ Cod. Guelf. 343 Mus. Hdschr. (Nr. 1 [Wunsch] bzw. Nr. 2 [Die Sorglichen]) zu finden.
S. 466, zusammen behandelt mit S. 462.
S. 467, erstes Zitat, erste Zeile: Fehlende Freistelle bei als Mu-
S. 483 („Konsultierte Archive“):
Nürnberg Deutsches Kunstarchiv (bis 2008: Germanisches Nationalmuseum, Archiv für Bildende Kunst)
S. 493 bei Grabner (1943) am Ende des Eintrags: richtig S. 59–60
S. 503, einfügen in die Literaturangaben von „Moser, Hans Joachim“: – 1958: Musiklexikon, Nachtrag zur 4. Aufl. (abgeschlossen am 1. April 1958), S. 27
S. 510, unter „Schottländer, Johann Wolfgang“: siehe Korrektur zu Seite 244.
S. 516: Die Überschrift „Seite“ (hinter „Abb.“) gehört am rechten Textrand über die Seitenverweise
S. 517: Bei den Abb. 3 (S. 33) und 5 (S. 57) ist zu ergänzen, dass die Vorlagen der Reproduktionen jeweils aus dem (nur bei Abb. 2) genannten Archiv der Deutschen
Landerziehungsheime in Hofbieber stammen und dort gleichermaßen als Papierabzüge überliefert sind. Siehe auch die Ergänzung zu S. 33.
S. 528, rechte Spalte, vierter Eintrag von unten: streichen: „Gustav Kneip 272“
S. 533, rechte Spalte bei Tafelmusik ergänze: Wv 89 sowie 229, 231 f.
S. 535, linke Spalte: bei „Holtorf, Hans“ als Seitenangabe richtiger: 130–132
S. 537: „Kulturbolschewismus“ erscheint doppelt im Register; ersten Eintrag streichen
S. 537 (Register) unter „Lohse-Haffenrichter, Ursula“: Ergänze S. 189, 191 f., 204, 418 f., 445, 493; siehe auch „Haffenrichter, Ursula“ (S. 529, linke Spalte)
S. 546, zweite Zeile des Haupttextes: Ergänzungen
Erste Eingabe ins Internet: Mittwoch, der 25. Februar 2009 Letzte Änderung: Dienstag, 15. November 2011
© 2009-2011 Herbert Henck
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